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Schweitzersches Museum. 1789. Fünfter Jahrgang. [7-12. Heft.]
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seyn. Wenigstens sollen in der Nähe arbeitende Bauers-leuthe mehrere Stimmen gehört haben. Sehr nachdrück-lich fodert hiernächst Butten den Kaiser auf, den selbsteingeständigen Urheber der That ja mit keiner mildern alSder Todesstrafe zu belegen; «nd behauptet, daß nichtsgeringeres, als des ganzen H R. Reiähs Stehen oder Fal-len davon abhänge 71). Und dürr behauptet er, daßder Herzog, wenigstens damals noch, seinen Frevel auchnicht mit dem eitelsten Vorwand zu beschönen gewußt.Mit äusserster Heftigkeit treibt — und übertreibt dann un-ser Redner die Vorstellung: Daß z. B. ein Alexandersogar, jenes ähnliche Verbrechen — das er aber noch da.zu beym Wein und in plötzlicher Aufwallung verübt, undmit der bittersten Reue gebüßt — bis auf den heutigenTag', in dem Gedächtniß der Nachwelt, mit allen seinenGroßthaten nicht auszutilgen vermocht; da dieser tropf,schlägige Würrcinberger hingegen — seines an JohannHurten mit dem kältesten Geblüt und nie erhörter Nie«derträchtigkeit begangenen Mords itzt völlig zu gcschweigen— überhaupt eine von jedem guten Blutstropfen ledigeGrundsuppe aller Laster sey 72). Und nun eilt Ulrichmit seiner Rede zum Schlüsse. Wie er da nochmals Kai,ser und Reich so stark und so schön die äusserste Gefahrvor Augen stellt, wenn eine so ungeheure Missethat nichtnach der ganzen Strenge der Gesetzen bestraft würde,deren pünktliche Beobachtung die menschliche Gesellschaftüberhaupt, und zumal ein Gemeines Wesen wie Deutsch-land insbesonders, allein ausrecht erhalten könne 7;)!Mit welch ausgesuchten Verwünschungen er den fürstli»chen Verbrecher nochmals überschüttet 74)! Mit wie vielgrößrer Kunst noch als in' seiner inerrischen Klage, erauch hier den geschlachteten Jüngling seine Stimme, ausdem Reiche der Schatten, zu den erlauchten Richtern sei-nes Schlächters erheben, und ihn besonders von dem süs,