Band 
Schweitzersches Museum. 1789. Fünfter Jahrgang. [7-12. Heft.]
Entstehung
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den Weg über Basel zu nehmen, um wenigstens einenAugenblick feines Umgangs zu gemessen. Dann meldet erihm die nahe Ausgabe seines kssiemLnds, eines vielleichtnicht ganz verächtlichen Gedichtes, in dessen Vorrede erseines Desidenus, wie billig, mit Ehren gedenke. —Auch vernehmen wir hier, daß unser Ulrich von feinerKrankheit am Fusse, und einem andern Uebel, dem Zit-ter, damals vollkommen wieder hergestellt war. Endlichbittet er Erasmus, ihn gelegentlich nach Rom an ir-gend einen Gelehrten — verstehe stch an einen solchen zuempfehlen, mit dem er stch über die Wissenschaften unter-halten könne — nicht an einen von denen, welchen mandas Roß oder Maulthier putzen müsse.

Sehr wahrscheinlich ist's, daß Hurrens dssiemand 89)wirklich i. I. izi6. zum erstenmal, und zwar in Deutsch-land, das Licht erblickt 90). Es war das erste öffent-lich erschienene Stück in seiner eigentlichen Manier, eineSchnurre voll Salz und Spleen des — mit und ohneseine Schuld — in die Welt hinausgeworfenen Iüng.lings, der schon frühe Vieles seyn wollte, und doch fühlte,daß er noch nichts, ein Niemand war, und's vielleichtin gewissem Sinn Zeitlebens bleiben würde 91). Man.ches , das sogar ein Hmreir auf jede andre Manier sei-nen Zeitgenossen noch nicht sagen durfte, schien ihm indieser Weise vergönnt zu seyn. Bald aus jeder Zeile leuch-tet — oder blinkt' doch der könstige kirchliche Freydenkerund der deutsche Patriot hervor; und — was freylichdas geringste Verdienst an tiefem poetischen Schnack' aus-macht , aber darum nicht minder zu bemerken ist: Dasnachherige gemeine Volkssprichwort: »Der dFiemand„ Hass gethan »l schreibt stch wohl von Keines andern alsunsers Ulrichs ssi jemand her <,2),