wollten , schriftliche Vorschläge gemacht wurden, die ihrzu ihrem vorige» Ansthn verhelfen sollten, schrieb unserBernct ebenfalls eine Abhandlung, die schon von seinertiefen Einsicht in die Geschichte unserer Stadt, und denZweck der Stiftung unsrer Bibliotheck und Bibliotheck.Ge-sellschaft zeugen, so wie in die Ursachen des Verfalls derletzter.!, und überhaupt der Verachtung, denen Gelehrsam-keit , Künste und Wissenschaften ausgefetzt waren. Erzeigt darin», daß, da unsere Vater nach der Glaubens-verbesscrung, in den Schulen nur für die Kirche und denReligionsunterricht, und gar nicht dafür gesorgt haben,gute Bürger zu ziehen, die Verachtung und der Verfallder Gelehrsamkeit eine unvermeidliche Folge davon gewe,scn sey.
Er machte sich es zur Gewohnheit, die Resultate seinesNachdenkens, besonders wenn es religiose, politische,statistische, mercantilifche Sachen betraf, in kurze Satzezu verfassen. Ost suchte seine durch Hohn und Verach-tung gedrückte Seele, sich dadurch Lust zu machen.Manche sind Zeugen seiner patriotischen Gesinnungen, undkönnen als Grundsätze angesehen werden, nach welchen erdas Wohl unserer Vaterstadt würde befödcrt haben, wennes der göttlichen Vorsehung gefallen hätte, sein Leben zuerhalten, und ihn den Vatern unsrer Stadt beyzugeseüen.Manche drücken seine Gesinnungen und seine Urtheile überSchriften und Meinungen aus, in Ansehung deren es ihman Müsse fehlte < sich weitläufiger auszubreiten. Manchesind Proben seiner dichterschen Anlagen, oder des hohenSchwungs und der erhabenen Stimmung, in der sich seineSeele, in dem Gefühl des Anschauens oder des Genussesder schönen und wvnnevvüen Natur, oder der herzlichenFreundschaft befand. Ost geben sie Spuren der Anlagezu feinem Witz und beissender Salyce; oft enthalten siedie tresiichste.Moral, oder einen philosophischen Tiefblick