Band 
Schweitzersches Museum. 1789. Fünfter Jahrgang. [7-12. Heft.]
Entstehung
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„ Gründe sind da wie ein Tropfen im Meer, und Be.»weise so trocken wie durchglühetes Sand am Meer,,.

XI.

„ Entnervt sind dem Körper nach alle Nationen, in„Vcrglcichung mit ihren Vorällern. Das ist unstreitig„eine Folge der mehrern Kultur des Geistes und der„ Sanftheit der christlichen Grundsätze. Denn je mehr die»Wissenschaften zunehmen, und die Liebe des Nächste»„wächst, je mehr wird der seelische Mensch zu- und der„thierische abnehmen. Feldarbeit macht stark, Cabinets.„arbeit schwach. Unsere heutige Heivetier bewundern die„Schlachtschwerdter ihrer Vater; und jene, wenn sie wie-„der zu uns kommen könnten, würden untere Folianten„ bewundern

XII.

„Wie ich dich liebe, Natur, wie gern ich um deines„willen die Stadt verlasse, wie du meinen Gang froh,„mein Auge hell und meinen Athem leicht machest. Du„gcbiehrst mich zum zweytenmai an jedem deiner Früh.„lingstage. Ein Kind machst du aus mir, das mit lä«„chelndem Blick an dir hangt; ich gehe mit Freunden,„und weiß nichts zu reden; meine Antworten gleichen dem„ Lallen eines Kindes, so kurz, so abgebrochen sind sie.„Je länger je mehr werde ich dich lieben, mich anketten„an dich; denn du allein gewährst mir reines Vergnügen.„Wie fröhlich ist der Vogel deiner Luft, wie sorgenlos„der Fisch in deinen Wassern! Wie wohl ist's dem Lamm„auf der Weide und dem Vieh beym frischen Grase; und„mir sollte es nicht auch wohl seyn bey dir? Ich allein„ sollte mich grämen und unzufrieden seyn „ ? *)

*-) Mehrere ähnliche solcher Gedanken und Empfindungen findensich von ihm in der periodischen Schrift: Für Gott, Mensch-heit und Vaterland. S. in der ersten Halste des Jahres 178a.p. 95. 124. 190. — Zweyte Halste x. Z99. 499. 540. 54a.