»chen, so würde doch unstreitig das Herz den lebhaftesten„Antheil daran nehmen,,. Er empfiehlt hierauf,' anstattdes harten und unbiegsamen Goldes, das Her; zum Maaß»stab der Grade der Consideratio» anzunehmen. So wieunser ftl. Verriet seine Begriffe, besonders auch durchdas Studium der schönen Wissenschaften, über das waswahr, recht und gut ist, berichtigte, wuchs sein Muthfür das Gute und die Anwendung desselben zum Beßttnfeiner Vaterstadt. Er entwarf sich zu diesem Ende cmtjjrRegeln seines Verhaltens, von denen ich etliche eben.falls als eine nachahmungswürdige Probe vorlegen will.
„ Sey muthig und herzhaft; fürchte dich vor keiner»Übeln Nachrede, wenn dein Bemühen den Beyfall deines»Gewissens und der Rechtfchaffenheit deines Herzens er-»hält. Verachte den Neid, den Tadel, die lieblose Be-urtheilung anderer Menschen großmüthig, und wandle„deine Strasse fort. Schweig' und leide. Das Hohnge-»lächter, das über dich ausgeschüttet wird , benetzet nur„dein äusseres Gewand. Wer erzürnt sich, wenn er uns„schuldiger Weife von dem Regen naß wird,,?
„ Sey arbeitsam und fleißig in deinem Berufe, damit„du selbst und dein dürftiger Bruder Brodt habe,,.
„Sey kein Feind von unschuldigen Ergötzlichkeiten dei-„ner Mitbürger; wenn du kannst so vermenge dich mit»ihnen in dieselben. Kein Mittel ist kräftiger, die Liebe„ seiner Mitbürger zu erwerben, alö wenn man an ihren„unschuldigen Ergötzlichkeiten Antheil nimmt,,.
„Erwecke und vermehre in dir die Liebe zu militairi,„schen Kenntnissen, aus Pflicht, aus Gefälligkeit, aus„Trieb zu erlaubter Ehre, aus erlaubter Politick'».
„Sey ein Patriot, d. i. liebe den Ort deiner Geburt,„deine Vaterstadt, deine Republick, von der du ein„Glied ausmachest. Verehre den Mann, den Regenten,» der ihre Rechte und Freyheiten hochachtet und beschützet.