Band 
Schweitzersches Museum. 1789. Fünfter Jahrgang. [7-12. Heft.]
Entstehung
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^ Eroberer wird gefürchtet, der Weise wird geschätzt; aber„der Wohlthäter allein wird geliebt: Er allein ist in der»That König; sein Ruhm bleibt unbefleckt, und sein Na,„me geht ohne Flecken an die Nachkommenschaft über»»Ha! Wer sich weißt liebenswert!) zu machen, bedarf kei«„ner andern Thaten. Trajan belegten ohnfern dem Gans„geö dreyßig Könige mit Kelten; mit Mühe denkt die Ges,2 schichte an diesen seinen hohen Sieg; aber seine Wohl«„ lhaten, seine Güte, krönen die Ehre seines Namens.„Die eroberten, zertrümmerten Mauern Jerusalems ha-„ben den grossen Namen Titus nicht verewigt; er war„geliebt, dies machte seine Grösse aus.

»Zärtliche Freundschaft, Gabe des Himmels, reine„ Schönheit, wecke sanftes Tageslicht in meiner mitter-„ nächtlichen Brust. 0 ! könnt' ich in deinen Armen leben„und sterben, ferne vom Bösen der dich nicht kennt; ferne,2vom Heuchler, dessen gefährliche Furcht das Leben ver»M t'irbt und den Tod scheußlich macht,-.

In einem Aussatze, der den Titel führt: Etwas überssottsiderarion, zeigt er auf eine fatyrifche Weife, wie inAnsehung derselbe» das Gold das Werkzeug sey, nach wel«chem man die Grade derselben bestimme. Da aber dasGold hart und unbiegsam ist, meint er, sey es sehr unsschicklich dazu. Hingegen sey das menschliche Herz jedesGesühlü fähig, um die Seele geschickt zu machen jedensteigenden Grad der Consideratio» zu bemerken, wenn auchschon die Ebbe und Flnth des Bluts öfters etwas irregulärdabey wäre.

„Gesetzt,,, sagt er, „ich gimg bey einem Herrn vor«„bey, dessen Kleid mit Gaionen besetzt wäre, so würde„.daS göldne Instrument steigen; aber das Herz blieb ru«„big dabey. Gieng ich aber bey einem Menschen vorbey,„in einem schlechten wollenen Kleid, der seine Hand aus.„streckte um einem armen Dürftigen ein Aümvsen zu rei.

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