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Schweitzersches Museum. 1789. Fünfter Jahrgang. [7-12. Heft.]
Entstehung
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„kenntniß Gottes oft die Hand auf den Mund/ und sey„mit dem Maasse seiner Erkenntniß zufrieden, indem Um„wissenheit hierinn oft besser sey, als alizugrosse Neugie«„rigkeit. — Wer die Religion gar zu sinnlich machen„wolle, sieh' am Rande der Schwärinerey- — Wer vor«^gebe, alle Religionen seyen gleich gut, der sey ein Im„differentis! ; aber nicht, wer Türken, Heyden und Juden i„liebe. — Wer sage, man müsse in der Religion Ver«„stand und Vernunft ganz gefangen nehmen, und keinen„Gebrauch von ihnen machen, wisse nicht einmal was„Verstand und Vernunft sey. — Der sey ein Vernunft«„ler, der alles verwerfe, was über den Horizont seiner„ eingeschränkten Vernunft gehe. — Wer ein faules Ver«„trauen auf Gotl setze, sey ein Schalk, der sein ihm ver«„liehenes Talent vergrabe».

Er schrieb zu eben dem End' eine Abhandlung: Ueberdie Freyheit ;u denken, und die Art und Meisewie die Mahrhcir in der christlichen Religio»» zu stn- ,den sey, worinn er zuerst die Schädlichkeit und Straf,barkeit jenes Gott und die Religion entehrenden Grund«satzes zeigt: „Daß die Freyheit im Denken über Reli.

„ gtvnssachen ein unverantwortlicher Frevel sey, so daß„man diejenigen, die sich mit dieser Untersuchung zu ihrer„Gcwissenruhe abgeben, alö Leute ansehen müsse die alle„ Religion untergraben, und die Vernunft zum Abgvtte„machen wollen»; und hiernachst das grosse Vorrechtunserer Kirche, daß gesunde Vernunft darinn herrschen »darf, entwickelt, und zeigt, baß es Pflicht des Christensey, sich eine richtige Erkenntniß der Wahrheiten der chrtst«lichen Religion durch sein eigenes freyes Untersuchen zuverschaffen.

An einem andern Ort sagt er: »Die Religion muß„allerdings das vornehmste seyn, um das der Mensch stch '„bekümmern, und in deren Kenntniß er stch üben muß.