In der schon oft erwähnten Schrift: Für Gott, u. s.w. p. ;;y. befindet sich endlich noch von ihm ein Psalm, derganz im Geiste der erhabenen morgenländischen Dichkungs.art verfasset ist. Da heißt eö z. B- «Wie der Thau aus«den Lilien, so wohnt auf der Stirne des Anbeters In«hovah die Liebe, und erquicket jeden Freund der Mensch»«heil. Er urtheilt nicht aus adsichtloftn Gründen; un.«bedacht gar nie; und sein Her; kennet den Geist der„Trennung nicht. Wie das Epheu die Eiche, so um.„schlingt er jedes Menschen Herz; nur gewinnt er nicht„Blätter, wo Thorheit nistet. Er erforschet nicht Men.«schenherzen zum Tadel,, und richtet nicht zum Zeitver,«trieb; Lieblosigkeit ist ferne von ihm,,, u. s. w.
Der ausserordentliche Eifer, mit dem unser sel. Lernetseine Talente anbaute, veredelte und zu seinem eigenen,wie zum Nutzen seiner Nebenmenschen anwandte, entzogihn freylich, da er neben diesen Geschäften seinem erwähl,ten Beruf fleißig oblag und ihn geschickt betrieb, vielen,und endlich gar allen Gesellschaften; und unausstehlichwaren ihm die, wo in einem gewissen Ton über alles ab.gesprochen wird, was man versteht und nicht versteht,und wo der Schein von Einsichten die Einsichten selbstvertretten muß. Man hielt ihn für einen speculativen Ge.lehrten, mit dem nicht wohl umzugehen sey, und es fehltedem Neid und der Unwissenheit nicht an Anlässen, Vor.urtheile gegen ihn zu erregen, die, wo sie Eingang sin.den, allemal, wenigstens einen starken Schatten auf dasLicht werfen, das sie zu verdunkeln gedenken. Dieses ge.schah besonders in Ansehung der Religion, die man ihmandichtete, und der Anwendung seiner Zeit.
Mit welchem Rechte man nun unsern sel. Lernet fal.scher, übelverstandener, dem Geiste der Lehre Christi ent.gegengesctzter, ihm und der menschlichen Gesellschaft nach.theiliger Meynungen und Grundsätze in der Religion be.