Band 
Schweitzersches Museum. 1789. Fünfter Jahrgang. [7-12. Heft.]
Entstehung
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schuldige» kann, glaube ich, nach dem was ich Ihnen soeben von denselben vorgetragen habe, Ihrer ruhigen Un-tersuchung und Ihrem unpartheyischen Urtheil überlassenzu dürfen.

In Ansehung der Anwendung der Zeit, welche dieGeschäfte unserm Sel. übrig gelassen, war niemand wem.ger als er geneigt, sich andern zum Muster zu geben. Erselbst gestuhnd, und hat eS schriftlich hinterlassen: Er ha.be sich von dem gesellschaftlichen Umgänge zu sehr entfernt.Er fühlte auch die Nachtheile davon im stärksten Grade;und wenn die göttliche Vorsehung ihm sein Leben langergefristet hätte, würde er darinn eine beträchtliche Aende«rung gemacht haben, besonders da er hoste in unserer Ge-sellschaft seine Zeit eben so angenehm und nützlich, alsbey seinen Studien anwenden zu können, indem er daseine Kenntnisse uns mittheilen konnte; und, wie wir unstrei,tig vieles von ihm hätten lernen können, eben so hätte er,durch unsern Beyfall und Dank ermuntert, sein geschäf»tiges Leben mit mehr Freude und Ruhe fortgesetzt. Schonin Ansehung dieser Erklärung, fällt viel von dem Tadelweg, den er sich in Ansehung feiner Nebenbeschäftigungenzugezogen; und noch mehr wird er wegfallen, wenn mandie Gegenstände die er bearbeitete, und den Zweck zudem er sie bearbeitete, überdenken mag. Davon, daß erdadurch seine eigenen Geisteskräfte erhöhet und vervoll.kommnet hat, will ich nur nicht reden; und bloß berüh-ren , wie mannigfaltig der Nutzen derselben in so vielerRücksicht seinen Mitbürgern seyn kann, wenn sie Sinnund Geschmack dafür, haben, und solche einiger Aufmerk.samkeit würdigen mögen. Welch ein Unterschied zwischendiesen und den Beschäftigungen solcher Jünglinge undMänner, die, wenn sie sich einige unverdaute Kenntnissein der Jugend erworben, durch Eitelkeit und Stolz ver«blendet, sich in der Folge solcher Dinge fähig glauben,