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Als» in Mainz noch hatte er jene Ermahuungssthriftan die deurschcn Mrsten ausgearbeitet, und brachte sieitzt auf den Reichstag zu Augspurg, der im Julius die.ses Jahrs seinen Anfang nahm, und wohin er den Chur.fürst Albert im Gefolge feines übrigen Hofstaats begleitethatte. Hier nun zeigte er seinen Aufsatz, wie es scheint,etlichen Gönnern am Kaiserlichen Hofe, welche (die Kan«zellisten insbesvnders 184), und wohl vor allen aus feinsorgfältiger Jakob Spiegel), mehrere Stellen darinn ineinem allzukühnen Tone geschrieben fanden, den ihr Zeit.alter nicht vertragen könnte, und die er darum auszumär.zen sich bemüßiget sah, wenn er das Ding je dem allgeemeinen Publikum zur Schau stellen wollte i 85 ). Diesesschrieb er schon ab dem Reichstage mit verbissenem Unwil.len an den Ritter Julius pfiugk, und zwey Monathenachher, als die gewässerte Ermahnung itzt wirklich dasLicht erblickt, mit erneuerter Bitterkeit an pirkheimern:„Hier hast du also,, (lautet es da) „den bewußten Auf.„satz; aber leider nichts minder, als wie ich solchen er,„zeugt habe; sondern gestümmelt, und zwar bey Gottl»so, daß gerade das Beßte davon weggeschnitten ist; frey.„lich, wie du denken kannst, nicht durch meine, sondern»solcher Leulhe Schuld, die auch in ihrer eigenen Sache„nie frey reden oder handeln dürfen. Ach! wie weh' thut„es mir! daß man heut zu Tage gerade das Nothdürstigste„bey sich behalten muß; daß die tropfschlägigsten Jaherren„immer den größten Beyfall finden; wer sich hingegen der„Wahrheit befleißt, überall verhaßt ist, und es nur auf,„geben kann, ein Ehrenmann zu bleiben, wenn er zumal„nach öffentlichen Stellen trachten — oder auch nur sei.„nen Kopf behalten will! So sehr hat Deutschland auf.„gehört, Deutschland zu seyn >rs)„. Und unmöglichkonnte Hütten es lassen, daß er nicht, wenigstens imVerfolge, seine Schrift, zweyen seiner vertrautesten Stu«
dien. „■