von allem Unterricht entfernt und sich in häuslichen, öko-nomischen und Berufszerstreuungen versetzt fanden, aufeinmal die Fackel ihrer Schulweisheit erloschen sahen;voll Gramatik, und gelehrter lateinischer, griechischer,hebräischer und polemischer Worten und theologischerKraft-Sprüche, zu jeder Wissenschaft unfähig waren,und eben wegen dem vielen eingeschluckten Zeug, an Ver-nunft von jedem Bauer übertroffen wurden. In derschrecklichen Einsamkeit, die ein gedankenloser Kopf über-all findet, wird er mürrisch, unzufrieden; schilt sein Dorfund die ganze Natur, oder sucht Zerstreuungen von je-der Art. Hätte der hypochondrisch gewordene Pfarrereine einzige Wissenschaft tüchtig erlernt, so würde er sieauch aus Verzweiflung hervorgenommen und alsobaldRuhe und Zufriedenheit in seinem Herzen, in seinem Hau-se , und endlich in seinen Dorfe gefunden haben. Vonganz untüchtigen Köpfen kann hier nicht die Rede seyn;denn körperliche, gedankenlose Zufriedenheit ist das Eigen-thum der Dummheit. Hatte hingegen der Pfarrer nurEine Wissenschaft oder etwas von Botanik und Mine-ralogie erlernet, so würde jede Pflanze, jeder Stein, ihnan seine Jugend erinnern , da hingegen in unserm Sy-stem nur Ketzer und Hebräer seine etwanigc Gelehrsam-keit aufzuwärmen fähig sind.
Ueber alles dieses kann ich desto fteymüthiger spre-chen , da jedermann den in allen Absichten vortreflichcnLehrer der Elcnchtischen Theologie von seiner Wissenschaftselbst zu unterscheiden wissen wird; und ich versichert bin,daß alles was er lehret eben das nicht ist , was ich sosehnlich abgeändert wünschte: Es ist aber nicht zu hof-fen, daß jeder Professor durch eigene Tugend und Wis-senschaft alles ungereimte seines Cathcders,wie Herr St.ju nützlicher Weisheit umzuschaffen wissen werde.