Band 
Schweitzersches Museum. 1785. Zweyter Jahrgang.
Entstehung
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dans l’ancienne Theologie, La partie dogmatiquedemande a etre presentee d’une maniere mieux affor-tie aux progres de la Raison. L’arbre ne doit pas etretrop elague ; on lai oteroit sa vigueur ,• mais on doitretrancher le tuperflu , & tailler les brancbes gourman-des. Une teile Reforme ne sauroitetre operee que pardes Theologiens vraiment philosophes.

Le Theologien doit donc etre tres eclaire , parcequ’il saut qu’il soit toujours en etat de rendre raison desa Foi. Mais 11 n’est pas absolument necessaire, qu’uuPasteur de Village fache refuter un Hunte ou un Diderot .

11 n’eft presque plus question de Controverse avecnos freres les Catholiques & les Lutheriens ; les Obre-tiens ont aujourd’hui d’autres Contro verses ä foutenir,& celles-ci demandent des armes plus difficiles a Ma-nier. L’ Athee & le Deiste ne combattent plus commeBeilarmin & Maimbourg, So redet der erste christlichePhilosoph unsrer Zeiten.

Aus allen diesen entgegengehaltenen Grundsätzen er-hellet , daß der heutige Gottesgelehrte anders sollte ge-bildet seyn , als der im sechzehnten Jahrhundert; unddaß die Regierung in Bildung des Volkslehrer zwo Ab-sichten zum Augenmerk haben müsse.

Die erste ist , daß der Gottesgelehrte als ein wirklichaufgeklarter Kopf und nicht als eine Wortgelehrte Aelsterfähig gemacht werde , die Religion gegen ihre Anfechtetzu vertheidigen : Erstlich durch den Zauber einer sanften,duldenden aber erhabenen Tugend ; zweytens dadurch,daß er diejenigen Wissenschaften gründlich kenne, diedem Ungläubigen die stärksten Waffen gegen die Reli-gion geben.

Er soll aber nicht nur die Religion vertheidigen, son-dern -sie auch dem Volke so darstellen, daß sie zum Beß-ren der Republik wirksam werde ; und dieß. wäre die