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Reise durch d i e Waat.
IN l 774'
( Fortsetzung. S. Mus Februar 1785. S. 72°. u ff)XIX. Brief.
Orbe.
Äuf einer rohen und engen Strasse, an deren'Verbesse-rung aber wirklich gearbeitet wird, kamen wir in fünfStunden von Aubonne auf Orbe. Wenn dieses die alteHecrstrasse der Römer ist , wie man dafür halt, undeiniche gefundene Meilensteine es zu vermuthen geben,so bleibt ihr von ihrem ehemaligen Glänze mehr nichtübrig als einer runzlichten Frau von ihrem Reitzc. DieGegend von Morste bis Uferten, 8. Stunden.lang, auf4. Stunden breit , ist ein vortrefiiches Kornland , dasmit seinem Ueberflusse die ganze Secküste von Neus bisVivis mit Getraide verstehet. Die Regierung will, zuErleichterung des Handels, eine Querstrasse von Ziffer,ten auf Milden erbauen lassen, in welch letzterer Stadt,im Mittelpunkte der Waat gelegen , der größte Korn-markt , und auch ein grosses obrigkeitliches Gcrraidmaga-zin angelegt ist, von da solches auf Vivis gebracht wird.Ein andrer Theil wird auf Morste geführt, dessen MarktLa Cote, wie jener das La Vaux speiset. Dieses gegen dieKüste erhobene Land, nennen die Bewohner die grossewaat (Is gros de Vaud ). Dasselbe ist gegen Morgenvon einer Bergkette umschlossen, die man den RleinenIuraß, im Gegensatz mit dem grossen nennet, der sol-che gegen Nordwest begranzt. Zwischen beyden erhebtsich das Land von Süden Legen Norden, wie von Nor-