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zeichnen. Man will, sie haben beydes einigen französi-schen Fa > ilicn zu danken, die sich vor dem schwarmer-scheu Vcrfolgungseifcr Karl des Neunten dahin geflüchtethaben. Sonst habe ich in dieser ganzen Gegend keineSpuren von Kunstfleisse angetroffen, als in Cossonayeine Pflanzung von Maulbcerbaumen, die dieses Stadt-gen einem ihrer Bürger, mit Namen Gaulis , einemreichen Handelsmann in Lyon zu danken hat , der hierSeide zieht und spinnen laßt die der schönsten in Ita-lien an Schönheit, Feinheit, Starke und Werthe nichtsnachgeben soll. O wäre» solche gemeinnüzige Männernur nicht so selten, wie schätzbar sollten sie nicht ihremLakcrland, und einer Regierung seyn die dessen Wohlbesorgt! vorzüglich in einem Lande wo sie so selten sind,und das ihrer doch sehr bedarf. Für die Künste schei-nen die Bewohner dieser Gegend so wenig aufgelegt,als Ihre übrigen Landesleuthe; auch sogar den Land-bau treiben sie ganz mechanisch. Man versicherte mich,daß die Edellcuthe und reiche Bürger ihr Möglichesthun i deutsche Arbeiter aufzubringen; und daß, wie diemeisten Handwerker, so auch die meisten Pächter der-selben Deutsche seyn, deren Rational-Charakter aberschon in der ersten Gcncratin ausarte. .. Das Land,sehrungleich in seinem Boden und Werthe, ist überhaupt einschönes und wegen der Mannigfaltigkeit seiner Bestand-theile , Lagen und Produkten, ein herrliches Gelände,das alles zeuget und giebt, was nicht nur die Noth-wendigkeit sondern anch die Anmuth des Lebens erfo-dcrt; einzeln das Salz ausgenommen. Zu Kenntnißund Fleissc scheinen mir die welschen Landlcuthe gegendie deutschen weit zurücke; die Städter Hingegenden Vor-gang zu haben. In unserm Zeitalter , wo Reichthumalles gilt, alles vermag, und die Handlung der nächsteWeg ist der dazu führet, muß man sich nicht wundern,
wenn