er über alles. Wir kamen dahin mit einem Wegweiser, dergenug zu thun hatte, auf alle Fragen des jungen Ritterszu antworten. Da sie einander nicht verstuhnden, mußteich Dollmetsch seyn; und so hatte jeder seinen Theil am Ge-spräche. Je mehr wir uns der wilden Gegend dieses ehe-mals so reichen Klosters näherten, je besser er sich gefiel;und in der That der Zugang schon, noch mehr aber der Ortselber, hat etwas ungemein romantisches. Solche Oertcrgefielen vorzüglich Eremiten; und bald verwandelte sich dieEinsidcley in ein Closter, das der Aberglauben aussteuerte.Dieses, zu Ehren des Heiligen Romanus gestiftet, derschon im VI. Jahrhunderte mit seinem Bruder Lupicinushier in der Wüste lebte und predigte, war eines der ältestenund reichsten in der Schweiß , als die Berner solches zuHanden nahmen und secularisirten. Der Prior der unterbem Abt zu Cluny stuhnd, beherrschte in desselben Namen18. Dorfschaften, die dieser von den Grafen von Gavoy zuLehen trug. Wo reiche Clöster waren, sammelte sich Volk,weil es unter geistlicher Herrschaft mehr Verdienst und Si-cherheit fand als unter weltlicher. Romainmotier bauete sichnach und nach an; und so entstuhnd das Städtgen, wieviele andre. So klein solches auch ist, so sind da keuchedie — zu spielen und zu leben müssen. Das Amt soll dasbeßte im Canton seyn, und jährlich 20000. bis 24000. Frau.kcn eintragen. Auch sind die Amtleuthe, die dahin kommen,meistens abgelebte Herren, die eher für ihre Erben als sichselber sammeln. Wir kehrten über Montscharand zurück,und besahen dortige Grotte, ebenfalls eine sehr anmuthigeinsame Gegend. — Wenn auch die Geschichte Orbe (Urba)nicht schon unter die ältesten Städte Helvet.ens setzte, sowürde selbst ihre Lage ihr diese Ehre versichern. Neue An-kömmlinge , auch noch so sehr Barbaren als wir sie unsdenken mögen, mußten sich da gefallen. Sobald die Hel-veter, von Gallischer Herkunft, bey ihrem Eintritte die rei- ;
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