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Schweitzersches Museum. 1785. Zweyter Jahrgang.
Entstehung
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emporzuschwingen. Bezahlen etwann seine Unterthanenseit dieser Eroberung weniger drückende Auflagen ; oderist nicht ihre einzige Folge / daß Preussen nunmehr eineMacht vom ersten Rang geworden, und durch hundert,tausend streitbare Männer , welche die Zahl seiner ehe,maligen vermehren , in den Stand gesetzt ist , an allenKriegen Europens Theil zu nehmen? Dieß ist aber un,streitig eine bittere Sicgesfrucht für so viele Tausende/welche im Schoosse des Friedens Ruhe und Glückselig,feit suchen , und diese nicht nach dem Ruhm ihres Be,Herrschers messen. Sollte man daher nicht den Enthu,siasmus, womit doch bisweilen ganze Nationen , womitbesonders die Bewohner Galliens für diesen Ruhm sichin tausend Gefahren wagen , im Grunde für UnsiUn hal,ten ? Wahr ist es , für wohlthätigen Unsinn ; denn ohneihn würden Muth und Kraft zu jeder gemeinnützigenThat überhaupt in allen Gliedern des Staates crschlaf«fen , und ihre Herzen oft in asiatischen Sklavenschlum,mer versinken. Ohne diese heilsame Begeisternng , wel,ehe freylich die Könige der Erde berechtigt zu ihren Un,terthanen zu sagen : Non vobis sed nobis vellera datisoves it. s. w. und die allein den Wahn unterhalt / essey nicht einerley , was für einem Beherrscher man 40.Prozente seiner Einkünfte gebe, würde vielleicht gar diehundertköpfige Anarchie an die Stelle des Despotismustretten , und mehr noch die schrecklichen Blutströme an,schwellen, welche jetzt die Ehrsucht weniger vergießt.Diese Wahrheit führt natürlicher Weife auf die von sovielen philosophischen Schriftstellern gemachte Beiner,kung , womit man oft den Despotismus der Fürsten zuentschuldigen glaubt : Die Unterthanen grosser Rc-chemüßten nemlich nothwendig blindlings gehorchen , wenndiese nicht in Trümmer zerfallen , und das Menschenge-schlecht durch ewige Kriege aufgerieben werden sollte.