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Schweitzersches Museum. 1785. Zweyter Jahrgang.
Entstehung
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leichter für ein Volk zu tragen , das sich selbst ihn auf-bürdet, oder dessen grössere Hälfte wenigstens, wie diesbeynahe von jeder Republick behauptet werden kann,in denfelben, obgleich nicht immer öffentlich, williget.Gerne übernimmt alsdann der Republikaner die Beschwer-den die man anderstwo M>ethlingen überlaßt, und ziehtselbst zu Felde, weil er wol weiß das es nicht um diehochgepriefcne Sicherheit, sein Joch nicht an ein frem-des zu vertauschen zu thun ist , sondern daß er im ei-gentlichen Sinn pro aris et focis streitet. Ein Staatder keine grossen Kriegsheere unterhalt, wird, besondersauch heut zu Tag, keine Ekoberun,:sprojekte formieren,und also weniger als Monarchien Gefahr laufen, inMenschen und Geld fressende Kriege verwickelt zu wer-den. Deswegen erweiteren Freystaaten so selten ihreGrentzen; denn das ehrsüchtige Rom, dessen Grösse be-sondere Ursachen hatte , und erst anfteng alles Maas zuüberschreiten, da seine Regierungsform in Oligarchieausartete, macht hier zwar eine Ausnahme, kann aberden zahllosen Beyspielen gekrönter Landercroberer nichtdie Waage halten. Die Geschichte lehrt sogar, daßmehrere Republickcn, die Schweitz z. B. aus wahrerStaatsklugheit einer gerechten Dergrösserung freywilligentsagt haben.

Diese durch die Regierungsform begünstigte, odervielmehr durch sie erzeugte Einschränkung und Mäßigungrepublikanischer Staaten ist auch die Hauptqnrlle ihrerGlückseligkeit und innern guten Verfassung. Die Regie-rung muß keine unermeßlichen Provinzen übersehen ,nicht Verordnungen und Gesetze auf viele au Sitten,Gebrauchen, Lebensart, Beschäftigungen ganz verschiede-ne Völkerschaften anpassen , und braucht weder den sei-denen Strick noch die Bastille um mächtige Befehlsha-ber im Zaume zu erhalten , und der Zertrümmerung eis