Band 
Schweitzersches Museum. 1785. Zweyter Jahrgang.
Entstehung
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104 ?

„ Die Tugend herrsch' im Himmel — Hier„ Ist doch für Engel kein Quartier:

„ Denn sonst ertrotzte sie das Mehr;

„ Wir andre litten allzusehrSo zeigte noch ein kluger MannDes Volks und seinen Vortheil an:

Ihn zwangen Eyd und Bürgerpflicht;

Dann kam die Sache vor Gericht.

Bis aber alles ganz und gar,

In Brey gekocht, im Reinen war,

Trug er auf seinen Heerd erst Holz,

Und mahnte auf mit Bürgerstolz:

„ Wem Vaterland und Freyheit theu'r„ Der wehre sich mit Muth und Feur;

» Er setze Leben, Ehr und Gut,

„ Und zeig' Athemenser-Vlut:

„ Denn dieser Aristides muß„ Hinaus; er macht zu viel Verdruß.r, Bey uns sind alle Bürger gleich!

„ Und nun, ihr Herren, wehret euch.

„ 2a! >. (sprachen sie aus Einem Ton')„ Der Herr verdienet Dank und Lohn;

Bey nächstem Anlaß werden wir,, Dann auch erkenntlich seyn dafürDas Ungewitter stieg im Kopf,

Wie stark erhitzte Milch im Topf.

Don Vaterlandes-Liebe brennt,

Wen vorher Eigennutz getrennt:

Nie hat die liebe Stadt AthenDie stolze Eintracht so gesehn.

Nur Aristides , nur Er warBey dieser Eintracht in Gefahr.

,, Ha! Aristides „, (schivuren sie)

„ Noch kanntest du die Bürger nie!

,, Wer weiß, was du im Schilde führst.

» Du glaubst dich Alles, und regierst» Und lebst so einzig und allein —