„ So kann es länger nicht mehr seyn.
„ Bist du ein Mann von wahrer'Treu,
„ So trink mit uns; dann bist du frey.
„ Wir leiden den Gerechten nicht,
„ Und lachen ihm in's Angesicht.
„ Gerecht—Ha —Ha ! Es klingt so schön„ Doch halt, Wir wollen Morgen sehn „
So redte man in jedem Haus ',
Und endlich brach das Wetter aus.
Es nahte sich der hohe Tag,
Wo jeder, wie er kann und mag,
Wenn man die Richter ausgewählt,
Von jedem krummen Haar' erzählt ;
Für alles sorgt , was weit und breitGehört zur lieben Ehrbarkeit.
Am Abend redte man noch ab,
Und brach dem Guten schon den Stab,Alan ruft sich auf zu BiedertreuMit gar entsetzlichem Geschrey;
Die stärksten Redner rannten dannDurch alle Gaffen. Wo ein MannNach ihrem Sinn zu finden war,
Dem schilderten sie die Gefahr,
Und baten ihn : „ O komm nur doch„ Hier auf den Platz, uny höre noch ;
» Die klügsten Herren reden dort„ Jtzt mit einander ab ein Wort.
,, Der Zahn muß ausgebrochen seyn„ Und du dich mit uns andern freu'n
Nun stürmten aste wild daher,
Wo, wie sie waren; eifrigerAls wenn man Feuer rief, als wennDie Häuser sinkend zitterten.
Der Schuster schmiß hinweg den Leist,Der Schneider wurde lauter Geist;
Der Schmid legt seinen Hammer ab,Der Krämer Waare, Geld und Stab;