Vorwor t.
Man wird es begreiflich finden, daß an den Reichshisto-riographen, von dem man weiß, daß ihm vorzugsweise dieBearbeitung der Geschichte Ferdinands des Zweiten als Auf-gabe gestellt seye, je zuweilen durch die verschiedensten Personendie Frage ergeht: welches sein Urtheil über Wallenstein seye?Freilich bezieht sich diese Frage gewöhnlich auf dessen letzteKatastrophe und den ihr sich anknüpfenden Entscheid über Treueoder Verrath, Unschuld oder Schuld.
Den Umfang des Auftrages, womit der Verfasser der vor-liegenden Schrift beehrt worden, gleich im Anbeginn über-schauend, anbei von der Ueberzeugung ausgehend, bevor diein so manchen Druckschriften vorhandenen Behelfe zur Handzu nehmen seyen, müßten erst die verschiedenen Archive so zusagen Blatt für Blatt durchgangen werden, erschien es bei demunermeßlichen Umfange dieses letzter» Materials zweckmäßig,die zu bearbeitende Geschichte in drei Zeiträume zu theilen, beider Durchforschung der Archive streng innerhalb der Zeitgränzensich zu halten, welche für jeden derselben angesucht sich ergaben.Diese waren für die erste, nunmehr vollendete Abtheilung die