Vorwort.
XII
in Eines zusammen) hatten für Erhaltung des habsburgischeuLänderbesitzes fünf ihre Geldmittel und ihre Waffenmacht ein-gesetzt, vier derselbe» zu der Zeit noch, da Wallenstein solcheEntwürfe beigemessen werden. Für diese bewiesene Treue undAufopferung sollte zuletzt Beseitigung ihrer altherkömmlichenRechte der Lohn seyn! Und das Mittel zu diesem Zwecke?Ruin ihrer Länder. Rechtfertige dieses, wer es vermag!
Wallensteins Anhänger jener Zeit haben nicht gesäumt,dem Kaiser vorzustellen, derselbe habe ihm seine Kronen erhal-ten, ihm verdanke er seine Macht und sein Ansehen. Wallen-steins Bewunderer jetziger Zeit wissen viel von seinen glänzen-den Kriegsthaten zu sprechen. Wo sind sie? Man vergessenicht, daß hier bloß die fünf Jahre von seinem Erscheinen indem niedersächsischen Kreis im Jahr 1625 bis zu seiner Ent-lassung im September 1630 ins Auge gefaßt werden, da,was über diese Zeit hinanöliegt, dem Verfasser als terrr» in-cognita gilt.
Zwei Siege während fünf Jahren, zumal an der Spitzeeiner für jene Zeit noch ganz unerhörten Streitmacht von100,000 Mann, sind doch für einen Lorbeerkranz allzu spar-same Blätter. Der erste Sieg an der Brücke bei Dessau: wieauffallend ist dessen Benützung versäumt worden? Der zäveitebei Wolgast war mehr ein Treffen als eine entscheidende Schlacht.Allerdings wurde im Jahr 1627 Schlesien von dem Feindegesäubert; weniger konnten-10,000 Mann gegen 12,000 kaumausrichten. Dann giengs in raschem Lauf bis an den Saumvon Jütland, aber nirgends hielt der Feind Stand; und wäredas Mitwirken des Bundesheeres unter Tilly Hiebei gar nicht