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Zur Geschichte Wallensteins / durch Friedrich von Hurter
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Blick auf WalleusteinS frühere Zeit.

kow, Rymnitz und Milotitz H, bot seinem i» Allem sich kund-gebenden Hang zu pomphaftem Auftreten die erforderlichenMittel H; um so bleibender, da sie bei baldigem Absterben denGemahl als Erben ihres ansehnlichen Vermögens zurückließ.Dieß setzte ihn in den Stand, Erzherzog Ferdinand in seinemKrieg gegen die Venetianer eine Reiterschaar aus eigene Kostenzuzuführen H; ein Dienst, dessen der nachmalige Kaiser, wel-chen die seltene Eigenschaft der Dankbarkeit mit so vielen an-dern zierte, nach langer Zeit noch gedacht hat-'). Wie dieSpeisung des hart bedrängten und erschöpfte» Gradiscas H,woran Wallenstein unter Dampierrc wesentlichen Theil hatte,ihm Ruf verschaffte, so gewann er durch Freigebigkeit inwohlbesetzter Tafel die Zuneigung der Kampfgenossen, durchseine Reiter-Ordnung jetzt schon einen Namen in der Kriegs-geschichte.

Hatte Wallenstein zu Begründung einer hervorragendenStellung durch seine erste Vermählung die an den Reichthumgeknüpften Mittel erworben, so sollte eine zweite diejenigen ihm

->) Güter, die in Mähren tagen; daher Watlensteins Dienst bei demKriegsvvlk der Markgrafschaft.

6) Ansehnlich und stattlich ausstaffiret, sagt Khevenhiller ConterfetII, 219, feie er an den Hof des Matthias gekommen, dann, wenn er seinenVorrath verzehrt, nach Haus gegangen, dort geblieben, bis er wieder ein-gesammelt und nach Hof reisen können.

Den 23. März 1614, nach ihrer Grabschrift in der Kirche z»Gitschin; Murr Beiträge zur Gesch. des dreißigjährigen Kr. S. 307.

6) Geschichte Ferdinands Bd. VII, S. 174.

In dem Patente vom 4. Januar 1627, durch welches Ferdinand Wal-lenstein den Herzogstitel beilegt, werdendie Dienste, die er im FriaulischenKriege geleistet", ausdrücklich erwähnt.

b) Geschichte Ferdinands, Bd. VII, S. 175.

9) 6. I>riorsto Vita » srioni 6i psrsousKßi militari e politiei.Visnn» 16^4. 4.