Blick auf Wallensteins frühere Zeit.
verschaffen, welche das Ergebniß einflußreicher Verbindungensind. Zu diesem Ziel hoffte er durch die Weise zu gelangen,in der er nach der Rückkehr aus dem Feldlager im Friaul zuWien auftrat. Durch eine reich ausgestattete Dienerschaft,durch die prachtvolle Ausrüstung seiner Pferde, durch glän-zende Feste zog er Aller Augen auf sich, und mochte dieß seinerWerbung nm Katharina Jsabelle "ch, des Grafen Carl vonHarrach ") jüngster Tochter, zu erwünschtem Erfolg dienen >2).Damit erst war Wallenstein einer Geltung sicher, welche bloßerReichthum zu jener Zeit noch weniger gewähren konnte, dennin der unsrigen. Sein Schwiegervater, den Kaiser Ferdinanddie Treuherzigkeit selbst nannte und der nicht minder beiWiens Bürgern als an dem Hof in hohem Ansehen stand,war als Geheimer Rath einer der einflußreichsten Männer desLetzteren. Die wohlverdiente Gunst, deren er sich erfreute, giengalsbald auf den Tochtermann über, der als Graf nach Mährenzurückkehrte, um an die Spitze eines Reiterregiments im Diensteder Markgrafschaft zu treten.
Es war aber für sämmtliche Länder, die das Erbe desHauses Habsburg deutscher Linie bildeten, der Zeitpunkt ein-getreten, da Keiner, dem eine hervorragendere Stellung in derGesellschaft zugewiesen war, unentschieden bleiben durfte, ober in Treue gegen den Landesherr« verharren, oder zu den-jenigen Hinübertreten wolle, die darauf hinarbeileten, wenn nichtdessen Ansehen, so doch die Grundlage desselben, seine Macht,
^0) vama veramonts cki remsrcabil« moäeslia s äi »na Arauckis-silva purits, nennt sie Iiualcko Prior »lo.
>>) Bei dessen Vermählung mit Maria von Schrattenbach die ErzherzoginMaria im Jahr 1592 zu Grätz das in der Gesch. Ferdinands Bd. V, S. 377beschriebene glänzende Fest veranstaltet hatte.
12 ) 6. priorat» setzt W-'s zweite Vermählung erst injdas Jahr 1N2I.ich Khevenhiller Conterfet II, 57.