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Zur Geschichte Wallensteins / durch Friedrich von Hurter
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Der Coiwent zu Rcgensbnrg. - WallensleiiiS Entlassung. 383

dem nicht zweifeln wollen), daß sie den Churfürsten ohne ollonsa zuproponiren, Uns auch unnachtheilig und zu Beförderung sowohl desallgemeinen Wesens als auch Unserer und Unseres Hauses Wohl-fahrt dienlich seyn mögen.

Wie Wir nun bishero im Werk vielfältig erfahren, daß Sr. L.Intention beständig dahin gerichtet, Unser und Unseres HausesDienst aller dero selbst Interessen vorzuziehen, als wollten Wir Unsauch solchen in dieser vornehmen Oeeasion gänzlich versehen undSr. L. rühmliche LloäorMiou in kaiserlichen Gnaden und Freund-schaft vermerken.

Da nun Unsere Abgesandten auf diese Werbung solchen Be-scheid erhalten werden, damit Wir zufrieden seyn könnten, haben siedenselben -i>t rolorvnäum anzunehmen. Wollte aber von S. L. (dessenWir Uns nicht versehen) zu weit gegangen oder etwa llonäilionosvorgeschlagen werden, dadurch Uns die Sache schwer gemacht unddie gemeinnützlichen Lon8ilia aufgehalten und retardirt werden möch-ten, haben sie ihrer viserslion nach dahin sich zu bemühen, mit fer-nerem Vorhalt, was demnach Sr. L. daran gelegen, des h. ReichsChurfürsten und Stände nicht zuwider zu haben, oder zu mehrererWeiterung Ursache zu geben, S. L. davon zu divertiren und aufbessere Wege dieselbe zu weisen; als Wir solches alles Unserer Ge-sandten Dexterität hiemit heimgestellt haben wollen; denen Wir rc."

Die Jnstruction war somit ganz Strahlcndorfs Gutachtenangepaßt.

Es verfloß bis zur Abreise der beiden Abgeordneten nochgeraume Zeit. Inzwischen wurde die zweite Frage erörtert:wie die Stelle des Oberbefehlshabers wieder zu ersetzen sehe.Die geistlichen Churfürsten hatten hiezn den Churfürsten vonBayern vorgeschlagen, unter Versicherung, nur mit Mühe hättensie denselben zu deren möglichen Annahme bewegen können.

Allererst glaubten die kaiserlichen Räthe, die Schrankenziehen zu müssen, innerhalb welcher ein neues Haupt des kai-erlichen Heeres sich zu bewegen habe. Dieß geschah in folgen-dem Antrag an den Kaiser:

Erstlich wird in keinen Zweifel gestellt, sondern für gewiß prä-