der grossen: lateinischen Tsnsgabe. Xl
welche ist eine einzige, heilige, allgemeine, und apostoli-sche : daß aber diese Eigenschaften nur der römischen Kir-! che, und den sich an derselben Glauben Haltenden zukom-men , giebt er den Beweis. Gleich hernach erzählet erkurz, was die Kirche sowohl von den Verfolgern , alsvon den Ketzern habe ausstehen müssen. Da habe ich diealten Schriftsteller beygebracht, und eine Geschichte allerKetzereyen, und der Ketzer gottlose Lehrsätze also angezei-get , daß man in diesem Stücke wohl damit zufrieden seynmag. Endlich bringet der Verfasser alle vorzüglicheGnaden der Kirche beu , unter welchen die vornehmste istdie Vergebung der Sünden. Weiter trägt er, wie essein Brauch ist , deutlich vor, was immer uns der Glau-ben lehret von dem letzten Gerichte, von dem Antichrist,der Auferstehung der Todten , dem ewigen Leben oder derGlückseligkeit der Seligen, und den Peinen der zum ewi-gen Tode Verdammten.
Der zweyte Theil des Werkes zeiget die Gründe derganzen christlichen Sittenlehre, und die Regeln das Lebennach der Vorschrift des Evangeliums einzurichten. Eswerden auch in selbem untersuchet das Wesen, und folg-lich auch das Grosse oder Kleine der Tugenden und Sün-den , nicht nach den Meynungen der Menschen, sondernnach dem Urtheile der heiligen Väter, oder der heiligenSchrift selbst. Er handelt also erstens von der Sünde,sowohl von der Tod - als läßlichen Sünde, wie auch vonden übrigen Gattungen der wirklichen Sünde, und her-nach von den Hauptsunden. Gleich darauf machet er sichan die Tugenden , und zuerst an den Glauben , alwo erlehret, wie weit sich die Gewalt der Kirche in Glaubens-sachen erstrecke. Hernach redet er gründlich von dem An-sehen und der Wichtigkeit der heiligen Schrift , der Erd-lehre, Kirchenversammlungen, und heiligen Väter inDingen, welche den Glauben betreffen: wie auch vonden äußerlichen Kennzeichen des Glaubens, und besondersvon dem Zeichen des heiligen Kreutzes. Auf dieses folgeteine ausführliche Abhandlung von der Hoffnung und Lie-be«,