2 Kapitel, z Absah. 4z
sind von dem Leibe unterschieden das Gemüth und die Ver-nunft ; wie eben also der Leib von dem Gemüthe und der Ver-nunft. Es zieht aber Niemand in Zweifel, daß wir denken,verstehen, wollen, lind die Vernunft brauchen ; denn wennman an diesem zweifelt, ist dieser Zweifel selbst ein Nachden-ken. Es hat also ein jeder Mensch ein geistiges Wesen,durchwelches er denket: und dieses nennen wir die vernünftigeSeele. (0)
F. Wie hat Gott die Seele des ersten Menschen gebildet ?
21. Gott hat hie Seele des ersten Menschen erschaffen,das ist, aus dem Nichts hervorgezogen. Er erschaffet auchdie Seele eines jeden Menschen, und vereiniget selbe mit demLeibe.
Ich erkläre meine Antwort.
Woher die Seele komme, ist dem heiligen Augustinus un«gewiß und zweifelhaftig vorgekommen; (?) und er wollteniemals einen Ausspruch geben, ob nur eine Seele, die einGeist und unsterblich ist, von Gott sey gemachet worden, auswelcher die Seelen jeder Menschen, die auch ein Geist undunsterblich sind, ihren Ursprung haben; oder ob bey einem je-den Menschen die Seele besonders erschaffen werde. Mit demheiligen Augustinus haben es gehalten der heilige GregorinSder Grosse, und einige von den jungem, als der heilige Eu-cherius von Lyon, Caffiodorns, Rhabanus, welchen der Ur-sprung der Seele auch zweifelhaftig geschienen hat. (?)
Die heiligen Hieronymus aber, Ämbrosius, Athanasius,
(v) 8. äe Irnrnort. snim. c. i > n. i. Lr' c. 6, n. iv. Lc. y, li. i6. Lc. 16, r>. 25. 8. Orat. cont. 6ent. n. zr
Lr zz. 8. (rreAor. ^nimac. 6. VilleLg bsnc llemon-
ürstionemör silssüniilesspull Müderes» guiex prukellb äs im.-rnortalltate Lnimss fcripserunt; qui gnillem ^uLdores oinniummsnibus teruntur. (L) 8. I.. i lietrsÄ. e. i, n. z. üe
öe 1ü>. srdit. Z, c. 20, n.Z6. Ltzlpi/i. 166, sl. 28 »6 Uisron«c. 2, n. z, 4 L 7. (?) 8. 6re^. 7, epist. 54. 8. Lncber,
Lomment. ine. 2 6enef.I,. i, n. 12. ^urel. Osllioulor. cie^ni-n>» e. 7. RllLdsn. izisurns -zrckiepise. lÜvennt. e, 57» b.. 2 ösInüit. Ller.