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Katholische Unterweisungen nach der Weise einer Christenlehre, in welchen, was immer zu der Religionsgeschichte, und den Lehren, Sitten, Sacramenten, Gebethen, Gebräuchen, und Uebungen der Kirche gehöret, insgesammt in einem kurzen Begriffe aus den heiligen Gründen der göttlichen Schrift und Uebergabe deutlich gezeiget wird / aus der französischen Sprache in die lateinische gebracht ... von dem Verfasser und auch Uebersetzer Franciscus Amatus Pouget ... ; aus der lateinischen Sprache in die deutsche übersetzet, und ... vermehrt von einem Priester aus dem Orden des heiligen Benedictus
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2 Kapitel. Z Absaß»

A. Dieser Schlaf, welchen man vieleicht billiger eineEntzückung nennen möchte, enthielt ein grosses Geheimniß.

F. Was für eines ?

A. Das Geheimniß der unaussprechlichen Vereinigung,welche zwischen Christo und der Kirche sich befind!und wel-cher Verbindung auch die Ehe ein geheimnißrciche Vorstellungist. Der heilige Augustinus (b.ib. 12corit. kaustum c. 8)erkläret dieses also. (1)

„ Als der Mann schlief, wurde ihm eine Gemahlinn aus„ der Seite erschaffen: da Christus starb, wurde ihm die„ Kirche durch das Geheimniß des Blutes , welches aus der„ Seite des gestorbenen herausgeflossen, hergestellet..... und„ alles , was man aldort liest, wenn man es recht, und bis„ auf das geringste untersuchet, verkündiget vorhinein Chri-„ sium und die Kirche sowohl in den guten -ls bösen Christen.„ Denn der Apostel hat nicht umsonst gessget, (Br. an die„ Römer 5,14) Der Adam, welcher ein Vorbild des zu-künftigen ist; und jenes: (Br. an die Ephes. Z, Zi.)„ Ein Mensch wird seinen Vater und Mutter verlassen,„ und seinem Weibe anhangen, und sie werden zwey seyn„ in einem Fleische. Dieses, saget er, (Br. an die Ephes. 5,„ Z2.) ist ein grosses Geheimniß : ich sage aber, in Christo„ und in der Kirche. Denn wer soll nicht sehen, daß Chrir„ sius auf solche Weise den Vater verlassen habe, indem sel-„ber, obschon er die Gestalt Gottes hatte, es nicht für„ einen Raub gehalten Gott gleich zu seyn, sondern sich„ selbst erniedriget, und die Gestalt eines Knechtes ange-„ nommen : (Br. an die Philip. 2, 6, u. w.) und daß er„ auch die Mutter verlassen, nämlich die Synagoge der Ju-„ den, welche auf eine sinnliche Art dem alten Gesehe ange-„ hangen; und sich gesellet habe zu seiner Gemahlinn der hei-„ ligen Kirche: damit in dem Frieden des neuen Gesches„ zwey in einem Fleische wären. (Genes. 2, 24.) Also, in-„ dem er als Gott beydem Vater, durch welchen wir sind er-_ __ «schas-

(I) Lpkes. 5, zoL Zi. Irsöt. 9 in ^osn. ri. 2.

LI'rE. rz, n. 8.