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Katholische Unterweisungen nach der Weise einer Christenlehre, in welchen, was immer zu der Religionsgeschichte, und den Lehren, Sitten, Sacramenten, Gebethen, Gebräuchen, und Uebungen der Kirche gehöret, insgesammt in einem kurzen Begriffe aus den heiligen Gründen der göttlichen Schrift und Uebergabe deutlich gezeiget wird / aus der französischen Sprache in die lateinische gebracht ... von dem Verfasser und auch Uebersetzer Franciscus Amatus Pouget ... ; aus der lateinischen Sprache in die deutsche übersetzet, und ... vermehrt von einem Priester aus dem Orden des heiligen Benedictus
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2 Kapitel. 4 Absatz.

aber der Erkenntniß des Guten und Bösen sollst du nichtessen; denn an weichem Tage du davon essen wirst , sollstdu des Todes sterben.

Der Baum der Wissenschaft des Guten und Bösen hak,te also daher seinen Namen, weil durch ihn die Menschen dasGute oder Böse erfahren , und erkennen würden. Das Gurte zwar, das ist, das glückselige Leben , wenn sie das Gebothhalten würden ; das Böse aber, das ist, allerley Mühselig-keiten , wenn selbe die verbothene Frucht zu gemessen sich un-terstünden. (L)

F. Ist dieser Baum an sich selbst bös gewesen ?

A. Er war vielmehr an sich selbst gut, gleichwie auchalle übrige. Gott sah alles, saget die heilige Schrift, (Ge-nes. i, Zl.) was er gemacher hatte, und es war sehr gur.Es war aber der Gehorsam das Ziel bey dem Gebothe,saget der heilige Augustinus , das ist, deßwegen hat Gottgebothen von diesem Baume sich zu enthalten, damit er durchein leichtes Geboth erfahren möchte, ob die Menschen gehor-samen. (O)

Ich habe gesaget: Durch ein leichtes Geboth; welches da-mit man deutlicher einsehe, soll uns nicht beschwerlich fallenzurückzudenken, warum Gott den Menschen erschaffen, undwelche Eigenschaften er ihm gegeben habe.

F. Warum hat dann Gott den Menschen erschaffen ?

A. Ich habe schon gemeldet, der Mensch sey deßwegenerschaffen worden, damit er zu der ewigen Glückseligkeit ge-langen sollte, gleichwie auch die Engel, und hiemit, daß erGott in alle Ewigkeit gemessen sollte; denn daß Göttin alleEwigkeit Gemessen, das ist, Gott, wie er an sich selbst ist.Sehen, Lieben, und ewig Besitzen die größte und völligeGlückseligkeit eines vernünftigen Geschöpfes sey, habe ichoben schon angemerket.

S. Warum sagest du, daß in dem allein die größte Glück-seligkeit eines vernünftigen Geschöpfes bestehe ?

_ 2 l. Weil

<L) 8. 14 äe Liv. O. c. 17. (v) 8. , 4 uL. äv Liv. v.

1.. 14» c, is. L c. 15, q»i.