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z Kapitel. 2 Absah.
Wurzel aller Bosheit nennet der heilige Apostel Ioannes dieB-'gierlichkeit des Fleisches , die Begierlichkcit der Augen,uno die Hoffart des Lebens ; das ist, die Begierde nach allenleiblichen Wollüsten, den Vorwitz, und die Hoffart. (ki)
F. Warum ist der Mensch zur Strafe der Sünde unterdiese drey Gattungen der Begierlichkeiten gerathen ?
A. Weil die Sünde des ersten Menschen gewesen ist eineHoffart, ein Vorwitz, und eine nicht ordentliche Begierdejliin Essen. (L)
S. Wie ist die Freyheit des Menschen geschwächet worden,von welcher du gesaget hast, daß sie ziemlich sey verminderetworden?
2l. Weil der Mensch nach der Sünde sich nicht mehr sogeneigt zum Guten befunden hat, als zuvor. (O)
Z. Welche Strafen ihrer Sünde haben der Adam unddie Eva aufihre Nachkömmlinge gebracht ?
A. Eben dieselbe, mit welchen sie sind bestrafet worden.Daher sind wir von der Geburt aus allen Schwachheiten, demTode, der Unwissenheit, und dreyfachen Begierlichkcit unter-worfen ; wir sind Leibeigene der Sünde und des Teufels, Fein-de Gottes, und Kinder des Zorns und der Hölle. (C)
F. Ist es aber nicht eine Unbilligkeit,daß die Nachkömm-linge der Adam gestrafet werden wegen-euer Sünde, welchesie nicht begangen haben ?
A. Die Urtheile Gottes, obschon sie unbegreiflich,(Br. an die Römer i k, gz.) sind doch die gerechtesten. Al-le Menschen insgesammt haben an dieser Sünde einen Theil,allen hängt von ihrer Geburt aus schon an dieser ursprüng-liche Schandfleck: und daher ist es billig, daß sie in die Stra-fe derselben verfallen.
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