Buch 
Katholische Unterweisungen nach der Weise einer Christenlehre, in welchen, was immer zu der Religionsgeschichte, und den Lehren, Sitten, Sacramenten, Gebethen, Gebräuchen, und Uebungen der Kirche gehöret, insgesammt in einem kurzen Begriffe aus den heiligen Gründen der göttlichen Schrift und Uebergabe deutlich gezeiget wird / aus der französischen Sprache in die lateinische gebracht ... von dem Verfasser und auch Uebersetzer Franciscus Amatus Pouget ... ; aus der lateinischen Sprache in die deutsche übersetzet, und ... vermehrt von einem Priester aus dem Orden des heiligen Benedictus
Entstehung
JPEG-Download
 

iiL i Theil, i Abtheilung.

A. Der Deckel der Bundeslade wurde genannt der kZna-denthron. Selber war gemachet aus festem und rcinestemGolde. Oben darauf waren auf zweyen Orten des Gnaden-throns gcsehet zween von geschlagenen, Golde verfertigte Ci e-rubim, welche ihre Flügel ausstrecketen, den Gnadei,tl>ronbedecketen, und ihre Gesichter gegeneinander Halter,. Vonden, Gnadenlhrone gab Gott seine Aussprüche: weßwegenöfters in der heiligen Schrift gefaget wird , Got' sen oberden Cherubim gesessen. Er hat auch deßwegen den Namendes Gnadenthrones bekommen , welcher von der Verformungherkömmt, weil Gott bey seinen Aussprüchen von dem Gna->denthrone gegen die Menschen gnädig und gütig zu seyn sicherzeigete. (0)

F. Was hat der Gnadenthron vorgestellet ?

A. Die Menschheit Christi, welche seine Gottheit bede-cket. Nämlich , wieder Apostel saget, in ihm wohnet al-le Völleder Gottheit leiblicher Weise. (Br. an die Coloss.

2, y.) Er ist die Versöhnung für die Sünden der Men-schen. (i Br. Ivan. 2, 2.) Durch ihn haben wir den Zu-gang zu Gott, und erlangen Barmherzigkeit. (Br. andie Römer Z, 2. an die Ephes. 2, ich an die Hebr. 4,i b.) (tt)

F. Warum 'sind auf den Gnadenthron zween Cherubimgeseßet worden, welche auf beyden Orten mit den ansqestrcck- ^ten Flügeln den Gnadenthron bedecketen, und ihre Gesichtergegeneinander hatten?

A. Damit sie einigermassen vorstellen sollten den Thronder Herrlichkeit Gottes, von welchem gesager wird, er ruhe ^

auf den Flügeln der Cherubim ; und hiemit die Herrschaft ^

Gottes über die Engel angezeiget würde. Sooft in der heili- !

gen Schrift die Herrlichkeit Gottes beschrieben wird , sooft "

liest ?

( 6 ) kxoll.LZ, 17 ät sogq. L c. Z7 ,6 ör seqg. varratnr 5s-6kum , quoä c. 25, 17 imperaverat OLl 78 IVloz-ü. dlllm.7, 8y>ktal. 79» 2. öc ?sal. y8» 1. Ilsi. Z7, 16. (kl) Koni. 5» 2. L-