4 Kapitel. 14 Absah. »25
K. Haben sie damals eine grössere Treue und Unterwer-fung gegen Gott bezeiget als zuvor?
A. Nein ; sondern sie sind vielmehr bey ihrer harten undunbiegsanreu Art verblieben, und über so viele Beschwerdenverdrüssig geworden : ja sie haben öfters wider Gott und denMoyses gcmurret. Damals, wie zuvor schon öfters, ist we-gen eines Mangels an Master eine Aufruhr unter dem Volkeentstanden. Hernach hat ihnen das Himmclbrod nicht mehrschmücken wollen , und sie haben einen Eckel darüber bekom-men : Es grauet, sageten sie, (Nuin. 21, Z.) unsererSeele an dieser gar schlechten Speise. Kur; zu sagen : siesind allzeit aufrührisch wider den Herrn verblieben. (6)
F. Wie ist die wegen des Wassermangels entstandeneAufruhr gestiller worden ?
A. Der Moyses hat mit seiner Ruthe ein - und das an-deremal an den Felsen geschlagen; worauf sehr vieles Was-ser hcrvorgeflossen. Man liest, daß Moyses deßwegen vondem Herrn einen Verweis bekommen, als wenn er an derHilfe Gottes gezweifelt hätte; und einige meynen, Moyseshabe gefehlet, weil er zweymal an den Felsen geschlagen; an-dere aber bringen eine andere Ursache bey. Dem mag seyn,wie es wolle, so ist doch gewiß, daß wegen des Murrens undWiderspruches des Volkes dieses Wasser genannt wordendas Wasser des Widerspruches. (0)
L. Ist des Moyses Fehler auch gestrafet worden ?
21. Freylich; denn der erzürnte Gott hat zu dem Moy-ses gesaget: Du wirst das dem Abraham versprochene Landzwar sehen, aber selbes nicht betreten; sondern ein andererwird das Volk in selbes einführen.
L. Warum hat Gott den Moyses diesen Fehler begehrnlassen?
A. Damit ihn dieses Verbrechen demüthigen, und er einMensch zu seyn erkennen sollte: wie auch damit dieses dem
Vol-
(6) dlum. 2O, 2 äc legg. ür c. 2i» 4 ür legg. Deuteron.. 27. (D) wum. 20, 2 L logg. 8. äux. H. ry in Num.
I'beoäoret. (j.^7 in dchm.