4Kapitel. ^Absatz. 127
Gleichwie der Moyscs in der wüste eine Schlange aufge-richtet, also muß des Menschen Sohn erhöhet werden,damit ein jeder, welcher an ihn glaubet, nicht zu Grun-de gehe , sondern das ewige Leben erlange. (6)
L. Haben nachmals bis der MoyseS gestorben, die Jsrae-lilen Gott noch zornig gemacher?
A. Noch einmal haben sie ihn zu einem Zorne gebracht,da sie mir den madianikischen Weibern gesündiget. Die Sa-che hat sich also verhalten.
Balac der Moabiter König ließ den Wahrsager Balaamzu sich kommen, Laß er das israelitische Volk verfluchen soll.'le z welcher auch erschienen ist. Weil aber Gott dem Pro-pheten die Zunge führete, hat er, anstatt selbes zu verflu-chen , vielmehr ihm Gutes gewunschen, und von dem Vol-ke , ja auch von dem künftigen Messias , vieles vorgesaget.Weil er aber befürchtete, es möchte ihm die verheißene Be-lohnung riicht gegeben werden, hat er dem Könige diesen für-wahr verfiuchenswürdigen Vorschlag gcmachet. Schicke, sa-get! er, in das israelitische Lager madianitische Weibsbilder,durch deren Liebkosungen sich das Volk einnehmen lasse, ver-sündige , und den Zorn Gottes sich zuziehe: und auf solcheWeise wirst du dieses Volk leicht überwinden. Alles geschah,wie er verlanget hat: es wurden Weibsbilder dahin geschircket, das Volk läßt sich durch die Liebkosungen einnehmen,treibt Unzucht, und wacher sich endlich der entsetzlichsten Ab-götter«) schuldig. ( 14 )
F. Wie hat Gott so viele Laster bestrafet?
A. Er befahl in seinem Zorne die Vornehmsten des in Un-zucht verfallenen Volkes aufzuhenken, alle übrige, welchesich versündiget hatten, ohne Unterschied umzubringen, daß
also
(6) 8. l>. i 6e pece. merit. L rsmiss. c. Z2, n. So.
Ikeoöoretus (Z. Z8 in Rum. (U) Rum. 22, 2 öc legg. L c.az, 7 6r leqg. öc c. 24, i; Lr legg. Lr c. 25, 1 6c legg. öc c.zi» 16. Ioiue 24» y äc leg. Lpiü. s ket. 2, 14 Lc ssgg. LxiA.
ZuüsTH. Hpoc.2» 14.