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Katholische Unterweisungen nach der Weise einer Christenlehre, in welchen, was immer zu der Religionsgeschichte, und den Lehren, Sitten, Sacramenten, Gebethen, Gebräuchen, und Uebungen der Kirche gehöret, insgesammt in einem kurzen Begriffe aus den heiligen Gründen der göttlichen Schrift und Uebergabe deutlich gezeiget wird / aus der französischen Sprache in die lateinische gebracht ... von dem Verfasser und auch Uebersetzer Franciscus Amatus Pouget ... ; aus der lateinischen Sprache in die deutsche übersetzet, und ... vermehrt von einem Priester aus dem Orden des heiligen Benedictus
Entstehung
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4 Kapitel-' az Absatz.

sedech ein Priester des höchsten Gottes und König zu Salemgewesen ; dem Abraham bey der Zurückkunft nach aufgerie-benen fünf Königen entgegen gegangen, Brod und WeinGott geopferet habe zur Danksagung für diesen Sieg , denAbraham gesegnet, lind von ihm die Zehende der Beute be-kommen habe. (O)

F. In wem hat Melchisedech Christum vorgebildet?

A. In dem , daß er das königliche und ewige Priester-thum Christi vorgestellet. Es hat auch alles, was immervon dem Melchisedech geschrieben ist, besonders auf Christumabgezielet,wie Paulus der Apostel in seinem Briefe an die Heb-räer weitlänstig und gut beweist. Deßwegen wird Christusin der heiligen Schrift (Psal. ioy, 4 .) genannt der Prie-ster in Ewigkeit nach der Ordnung Melchisedechs. (ki)j 1 F. Warum hat Gott alle Völker, und sogar auch dieHebräer, vor der Ankunft Christi in solche Bosheit gerathen,und darinn stecken lassen.

A. Damit er sich über alle erbarmen, die Hoffart derMenschen unterdrücken , und durch diese langwierige Eckahr-niß zeigen möchte, wie schwach die menschliche Vernunft sey,wenn sie bey ihren eigenen Kräften gelassen wird ; und wie un-vermögend das Gesetz, wenn die Gnade des Erlösers nicht beyselbem ist. Er wollte also die Menschen dahin bringen , daßsie die Ankunft des Messias verlangen, und, soviel ihnen mög-lich, begehren sollten; weil so viele Nebel, denen abzuhelfengar kein anderes Mittel übrig war, ihnen zeigeten, daß selbenur gar zu nothwendig sey. ( 1 )

(6) 6enes. 14, 18 6c tbqg. Nedr. 7, r 6c leqq. (N) Vi-«le bsec ferüori ü) 4 o llemonsirstii inkerius kech Op. ?. Z, 8. 2»v. 7 6s 8scnsicio Mssss , Z. 7. (I), kam. z, 9. 6c c. 8» Z.

Viäe, g»Ls cliximu« luxra §. 1 buj. cap.

Anzei-