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3 Theil. 2 Abtheilung.
stel, und ich will nur eine und andere daraus nehmen, swa-chrt im Gebethe, sager Petrus ; (i Br. Pet. 4, 7.) Oh- ^ne Unterlaß bethet, spricht Paulus, (l Br. an die Thesrsal. 5 , i?.)
F. Wie ist es möglich, daß man ohne Unterlaß, und all-zeit bethe?
A. Wenn der Apostel saget: (1 Br.an dieThessal. 5,17)Bethet ohne Unterlaß, spricht der heilige Augustinus,(Lpist iZQ , iü. t2i sä ?rob. c. y , n. 18.) was willes anders sagen als das glückselige Leben, welches keinanderes als das ewige ist, von jenem, der allein es ge-ben kann, ohne Unterlaß begehren. Lasset uns dann.allzeit dieses von Gott dem Herrn begehren, und allzeitihn darum bitten.
Was immer anderes du thust, saget anderswo (Lnarr.in kssal. Z7 , n. 14.) der heilige Augustinus, wenn dujenen Sabbat verlangest, unterläßest du nicht zu bethen.Wenn du nicht unterlassen willst zu bethen , unterlaßnicht zu verlangen. Dein beständiges Verlangen ist deinbeständiges Reden. Du wirst schweigen , wenn du auf-hören wirft zu lieben, welche haben geschwiegen ? Vondenen gesaget ist: (Matkh. 24, 12.) Weil die Bosheithar überhaud genommen , wird bey vielen die Liebe erkalten.Die Rälre der Liebe ist das Schweigen des Herzens: IDas Brinnnen des Herzens ist das Geschrey des Herzens. «Wenn die Liebe allzeit bleibt, schreyst du allzeit ; wenn jdu allzeit schreyst , verlangest du allzeit.
Wir können zwar nicht allzeit auf den Knien liegen, nichtallzeit Gott loben oder bethen , nicht allzeit und in jedemAugenblicke Uebungen der Liebe erwecken : allein es hinderetuns Nichts , daß nicht eine beständige Liebe und ein bestän- Idiges Verlangen in unsern Herzen bleibe. Die Liebe und ^?as Verlangen läßt sich mit den nothwendigen Geschäften , ^vereinigen. Wenn wir wahrlich Gott lieben, wird von unsalles auf Gott gerichtet, alles geschieht aus einer guten Ab-sicht , und^ in guter Ordnung. Obschon man wirklich an
Gott
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