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Katholische Unterweisungen nach der Weise einer Christenlehre, in welchen, was immer zu der Religionsgeschichte, und den Lehren, Sitten, Sacramenten, Gebethen, Gebräuchen, und Uebungen der Kirche gehöret, insgesammt in einem kurzen Begriffe aus den heiligen Gründen der göttlichen Schrift und Uebergabe deutlich gezeiget wird / aus der französischen Sprache in die lateinische gebracht ... von dem Verfasser und auch Uebersetzer Franciscus Amatus Pouget ... ; aus der lateinischen Sprache in die deutsche übersetzet, und ... vermehrt von einem Priester aus dem Orden des heiligen Benedictus
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l i Kapitel. 7 Absatz. iy

! met sich Gott über die menschliche Schwachheit, und erhö-ret jene, die mit einer aufrichtigen Liebe bethen, wenn schonein anderer unversehener Gedanke dabey seyn sollte, (k^)

F. Wann kann man die Zerstreuung des Gemüths alseine freywillige ansehen?

A. Sie kann freywillig seyn entweder an sich selbst, oderin ihrer Ursache.

An sich selbst, wenn man bedachtsam und mit Fleiss»unter dem Gebethe an was anderes denket.

In ihrer Ursache, wenn die Gemüthszerstreuung deßwe-gen entstanden ist, weil einer nur mit äusserlichen und zugäng-lichen Dingen umgeht, die Welt liebet, und niemals bey sichversammelt ist.

^ Um dieses besser zu verstehen, merke, daß die WorteChristi: Aus der Volle des Herzens redet der Mund,(Match. 12, Z4.) sowohl von dem Gebethe als von den be-sondern Unterredungen zu verstehen seyn. Durch die Liebe,saget der heilige Augustinus r äe Nor. Lcel. Latk.c. i?,n. zi.) begehret man, durch die Liebe suchet man,durch die Liebe klopfet man an, durch die Liebe wirdgeoffcnbarcr, durch die Liebe endlich bleibt man bey dem,was geoffenbarer ist worden. Wenn also in unserm Her-zen keine Liebe Gottes, sondern nur die Begierlichkeit derWelt ist : wenn es nur an äusserlichen Dingen sich erfreuet,wenn es durch eitle Bezaubcrung fortgerissen wird, und dasGemüth sich mit solchen Dingen beständig beschäftiget, wirdes auch bey dem Bethen nur mit selben umgehen, und nie-mals versammelt seyn. Es ist aber diese Gemüthszerstreuung> wenigst in ihrer Ursache freywillig ; denn die Begierde zu der^ Welt, als die Ursache dieser Zerstreuung , ist freywillig. (I)

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