3 Kapitel. 49
sagmig , welche da und dort in den herausgegebenen Büchernsich befinden, bethet.
z. Sie rermeynen eher erhöret zu werden, wenn sie vie-leS sprechen; da doch Christus dieses verworfen hat. ((^)
F. Was muß man thun, um diese Irrthümer zu ver-meiden?
21. i. Das Gemüth und der Willen müssen mit derZunge übereinstimmen.
2. Man muß , soviel es möglich ist , in dem Willen j«rne Anmuthungen erwecken, die in den Vorschriften derLiebs- Bereuungs- Danksagungsübungen angezeiget werden.Doch muß man sich deßwegen nicht einbilden, daß diese An-muthungen nothwendig bey aufmerksamer Abbethung dieserVorschriften erfolgen; scndern mau muß Gott bitten, daßer jene Anmuthungen barmherzig in unser Herz bringenwolle.
z. Man mag ein langes oder kurzes Gebeth verrichten ,muß man glauben, daß Gott auf den Eifer und das Ver-trauen , nicht aber auf die Kürze oder Länge des Gebethssehe, damit er es erhöre. Wenn das Herz schweigt, undzu Gott nicht erhoben wird, ist auch das kürzeste Gebeth zulang ; da entgegen ein kurzes länger ist, wenn das Herz zuGott gerichtet wird , und mit ihm redet. (O)
F. In welcher Sprache solle man das mündliche Gebethverrichten?
21. Wen« von dem besondern Gebethe die Rede ist, be-thet jener bester, welcher das versteht, was er redet. Dennwenn einer in einer unbekannten Sprache bethet, bethet zwarsein Geist, sein Gemüth aber hat keinen Nutzen ; wer abermeiner bekannten Sprache bethender bethet im Geiste, undbethet auch im Gemüthe: er preiset in» Geiste, und prei-set auch in» Gemüthe, (i Br. an die Cvrinrh. 14, 14, u. w.)
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