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Katholische Unterweisungen nach der Weise einer Christenlehre, in welchen, was immer zu der Religionsgeschichte, und den Lehren, Sitten, Sacramenten, Gebethen, Gebräuchen, und Uebungen der Kirche gehöret, insgesammt in einem kurzen Begriffe aus den heiligen Gründen der göttlichen Schrift und Uebergabe deutlich gezeiget wird / aus der französischen Sprache in die lateinische gebracht ... von dem Verfasser und auch Uebersetzer Franciscus Amatus Pouget ... ; aus der lateinischen Sprache in die deutsche übersetzet, und ... vermehrt von einem Priester aus dem Orden des heiligen Benedictus
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7 Kapitel. 4 Absatz.

das Blut Christi wirklich vergossen wurde. Deßwegen ha-ben alle Heilige, die im alten Testamente gelebet, wartenmüssen, bis Christus das Joch des Todes und der Hölle hat,te abgeworfen, als Obsiegcr in den Himmel hinanffnhr, dieGefangenschaft mit sich gefangen hinwegführete, das ist, dieaus der Vorhätte entführten Gefangenen siegreich mit sich inden Himmel nahm, dessen Zugang er ihnen durch sein Blut,wie die Kirche singt, (In Orat. üonnn. lielurreöt.) nach be-siegtem Tode eröffnet hatte. (L)

Vierter Absaß.

Die Gebräuche der jüdischen Opfer werden besonderserkläret.

F. Mein ! sage mir ausführlicher, welche Opfer vor-mals in dem jüdischen Gesehe seyn verordnet gewesen.

A. Bey den Juden waren zwo Gattungen der Opfer, ei-ne der blutigen, und eine der unblutigen. Die blutigenOpfer wurden mit Vergiessung des BlutS ; und die unbluti-gen ohne Vergiessung eines Blutes verrichtet.

Das blutige Opfer war dreyerley,

1. Das Brandopfer.

2. Das Friedensopfer.

z. Das Opfer für die Sünde.

Das Brandopfcr war eine Gattung des Opfers, wobeydas Opferlhier nach der Schlachtung ganz in das Feuer gele-get wurde, bis es völlig verzehret war, damit durch dieseSchlachtung und gänzliche Verzehrung des Thiers demhöchsten Gott recht geopferet, und der größte Dienst, dievöllige Unterwerfung, und vollkommene Anbethung , sovieles einem Menschen möglich ist, ihm bezeiget würde. (A)Bey andern Opfern wurde ein Theil der Opferthiere ver-brannt; den übrigen Theil behielt man zu andern Dingen,von welchen ich unten reden will.

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