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Katholische Unterweisungen nach der Weise einer Christenlehre, in welchen, was immer zu der Religionsgeschichte, und den Lehren, Sitten, Sacramenten, Gebethen, Gebräuchen, und Uebungen der Kirche gehöret, insgesammt in einem kurzen Begriffe aus den heiligen Gründen der göttlichen Schrift und Uebergabe deutlich gezeiget wird / aus der französischen Sprache in die lateinische gebracht ... von dem Verfasser und auch Uebersetzer Franciscus Amatus Pouget ... ; aus der lateinischen Sprache in die deutsche übersetzet, und ... vermehrt von einem Priester aus dem Orden des heiligen Benedictus
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Z Theil. 2 Abtheilung.

L. Warum legeten jene, welche das Opfer verrichteten,oder für sich verrichten liessen, die Hände auf das Haupt desSchlachropfers?

A. Damit sie durch diese Handlung sich mit dem Schlacht-opfer vereinigten, und zeigeten , daß sie sich selbst mit selbemopferten, und überdas auch bekannten , daß sie des Todesschuldig seyn, und dieses Opfer, welches anstatt desjenigen,der opferte, geschlachtet wurde, bringen, zugleich mich be-reitet seyn zu sterben, wenn es Gott wird haben wollen.

F. Was bedeutete die Ausschüttung des Bluts um denAltar herum nach der Schlachtung der Opfer ?

A. Das Blut Christi, welches um den Altar des Kremhes nach seinem Tode würde vergossen werden.

F. Was bedeutete die Verrichtung der Opfer, welche aufdem Brandalrare geschah, der unter dem freyen Himmel aus-ser dem Tabernackel sich befand?

A. Durch diesen Gebrauch wurde deutlich angezeiget,daß Christus auf dem Berge Calvaria ausser der Stadt Je-rusalem sterben werde. Noch deutlicher zeiget« dieses dasOpfer der rothen Kuh , und das feyerliche Opfer der Reini-gung des Tabernackels, bey welchem das ganze Schlacht-opfer ausser dem Lager verbrannt wurde. (0)

F. Was hat das Opfer der rothen Kuh vorgebildet ?

A. Man sieht deutlich aus allen Gebräuchen, daß esein Vorbild des Opfers Christi gewesen.

1. Man mußte eine rothe Kuh aussuchen, die gleich-sam die Farbe des Blutes hatte, durch welche die Sündennach den Worten des Jsaias: wenn eure Sünden seynwerden wie Scharlach , (Jsai. i, i8.) angezeiget werden.Durch eben diese Farbe war dieses Opfer ein Vorbild Cbusti,welcher die Sünden aller auf sich hat genommen, und dieAehnlichkeit des Fleisches der Sünde haben gewollt.

2 . Diese Kuh mußte in gutem Alter seyn, und kein Jochgetragen haben , damit sie Christum vorstellen möchte, wel-cher

(0) Hebe. IZ, II L leg.