7 Kapitel, y Absatz. 167
brmg , welche du oben (In dies. Kap. l Abs.) von dem äusrserlichen und eigentlichen Opfer gegeben hast ?
2l. Ja; denn dieses Opftc ist eine Darbringung eineeäusserlichen und sichtbaren Sache, welche Gott durch einenrechtmässigen Verrichtet geschieht, durch eine Schlachtung,oder andere Veränderung der geopferten Sache, um dadurchGott abzustatten, was immer das vernünftige Geschöpf demhöchsten Gort schuldig ist. Ich erkläre dieses.
Es ist eine Darbringung einer äusserlichen und ficht«baren Sache , das ist , des Leibs und Blutes Christi unterder äusserlichen und sichtbaren Gestalt des Brodes und Weins.
Eine Darbringung, welche Gott geschieht; denn dasMeßopfer, gleichwie auch die übrigen Opfer, wird Gott al-lein verrichtet. Es geschieht zwar in selbem eine Meldungvon den Heiligen ; aber das Opfer wird nicht ihnen verrich-tet , saget der heilige Augustinus. (A)
Durch einen rechtmässigen Verruchter, nämlich durchdie Bischöfe oder Priester, welche bey dieser VerrichtungDiener sind Christi, dessen Stelle sie vertreten ; und desVolkes, für dessen Heil sie selbes verrichten.
Durch eine Schlachtung oder andere Veränderung dergeopferten Sache. Diese Schlachtung ist wirklich amKceuhe geschehen , an welchem Christus gestorben ist. Aberauf dem Meßaltare wird der Tod Christi nur gezeiget undvorgestellet, und es ist zur Wahrheit des Opfers nicht nothrwendig, daß eine wirkliche Schlachtung dabey geschehe, dievon jener unterschieden ist, welche am Kreuhe war vorbeygergangen; denn das Meßopfer ist in der Wesenheit kein ande-res als das Kreutzesopftr, und sie beyde machen nur einesaus. Wenn im alten Gesehe der hoche Priester Gott dasBlut des bey dem Brandaltare geschlachteten Thieres imHeiligthulne opferte, und selbes bey dem Fusse des Rauch-altars ausschüttete, verrichtete er durch diese Darbringung
L 4 und
(H.) b>. 20 cont. ksE. c. sr.