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z Theil. 2 Abtheilung.
Gebethe, Lesen, und der Predigt feyerlich entlassen. Jaes wurden auch nach dem vollbrachten Opfer die Gläubigenfeyerlich enstassen , wie man sie noch itzt durch diese Worteentläßt: Geher , die Messe ist vollendet. Von beyden die-sen Entlassungen ist diese gemeine Redensart: MAu Or-
A M/u /AM»/, das ist, die Catechumenenwerden entlassen, die Gläubigen werden entlassen, herge-nommen worden. Von diesem kömmt der Brauch, daßman die Messe der Catechumenen jenen Theil der Gebethehieß, bey welchen die Carechumenen und Büsser bleiben bors-ten : und die Messe der Gläubigen das hochheilige Opfer,welchem beyzuwohnen nur den Gläubigen erlaubet war. Da-her kömmt jene in den Kirchenversammlungen gemeine Re-densart : Unter dem Hochamte der Messe solle das Gebethverrichtet werden, die Verkündungen geschehen rc. Alsohat endlich der gemeine Gebrauch der Völker es dahin ge-bracht , daß unter dem Worte Messe das hochheilige Opferdes Leibs und Blutes Christi, welches man in der Kirchedurch die Hände des Priesters verrichtete, verstanden wurde.
F. Ist dieser Brauch schon alt ?
A. Sehr alt; denn wenigst von dem vierten Jahrhun-derte her hat man das Wort Missa gebrauchet, um das umblutige Opfer des Altars anzuzeigen. (O)
Neunter Absatz«
was das Meßopfer sey.
L. Was ist, eigentlich zu reden , das Meßopfer ?
2l. Es ist das Opfer des Leibs und Blutes Christi, wel-ches Christus und die Kirche Gott durch die Priester unterden Gestalten des Brods und Weins opfern« um das Opferdes KreutzeS fortzusetzen und vorzustellen.
L. Schicket sich wohl auf das Meßopfer jene Beschrei-bung,
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