r ?r z Theil. 2 Abtheilung.
rung, welche er mit Darbringung eben dieses Bluts durchdie Hände der Priester bey dem Meßaltare verrichtet, aucheine Fortsetzung des am Kreuhe verrichteten Opfers. Nichtdie vielfältige Verrichtung eben desselben Opfers, sondernder Unterschied der dargebrachten Opfer vervielfältiget dieOpfer. Und fürwahr obschon täglich mehrere Messen gele-sen werden, ist es doch gewiß, daß in der Kirche nur eineinziges Opfer sey, nämlich das am Kreuhe verrichtete, undbey dem Meßaltare fortgesetzte und vorgestellte Opfer Christi.Wenn sich also einer in das Gebeth des Bischofs oder Prie-sters empfehlt, und saget: Ich bitte dich, schließ michbey deinen (Opfern ein : will es nicht soviel sagen, daß inder Kirche mchrere Opfer seyn ; sondern man versteht darun-ter das einzige Opfer Christi, welches bey jeder Messe wiede-rum verrichtet wird. Ein Vorbild dessen findt man bey de nfeyerlichen Opfer, welches der jüdische hoche Priester alleJahre zur Nachlassung der Sünden verrichtete; denn beydiesem Opfer wurde das Opferthier durch die Schlachtungdargebracht, hernach desselben Blut wiederum in dem Hei-ligthume geopftrer, endlich drittens an dem heiligen Orte dar-gestellet , und bey dem Rauchalrare ausgeschüttet, welchesdoch nur ein einziges Opfer war. (Sieh in dies. Kap. 4 Abs.)
F. Wann hat Christus dieses Opfer eingesetzet ?
A. An dem Tage vor seinem Leiden, wie ich schon (Imt Th. 2 Abth. i Kap. 11 Abs.) gemeldet habe, als er dasBrod und den Kelch genommen, und gesaget hat: Diesesist mein Leib, welcher für euch gebrochen wird: dieserist der Reich meines Blutes, welches für euch vergossenwird: dieses thuet zu meinem Andenken, (i Br. an dieCorinth. n, 24, u. w. Luc. 22, iy.) Mit den Worten:Dieses thuet rc hat Christus den Aposteln und ihren Nach-folgern die Gewalt gegeben, bis er kommen würde zu richtendie Lebendigen und Todten, jenes zu thun, was er gethan,und das Opfer zu verrichten, welches er verrichtet harre, (ss)—_ Z e h n-
(k) Lovc. lolet. Xll. sn. 68r,c»n. Z. Lonc. Triö. 8ess. 22.