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Katholische Unterweisungen nach der Weise einer Christenlehre, in welchen, was immer zu der Religionsgeschichte, und den Lehren, Sitten, Sacramenten, Gebethen, Gebräuchen, und Uebungen der Kirche gehöret, insgesammt in einem kurzen Begriffe aus den heiligen Gründen der göttlichen Schrift und Uebergabe deutlich gezeiget wird / aus der französischen Sprache in die lateinische gebracht ... von dem Verfasser und auch Uebersetzer Franciscus Amatus Pouget ... ; aus der lateinischen Sprache in die deutsche übersetzet, und ... vermehrt von einem Priester aus dem Orden des heiligen Benedictus
Entstehung
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7 Kapitel, ro Absatz. 17z

Zehnter Absatz.

warum , und in welcher 'Absicht das Meßopferverrichtet werde.

F. Warum , und in welcher Absicht wird das Meßopferverrichtet?

A. Das Meßopfer wird aus Anordnung Christi in al-len jenen Absichten verrichtet, wegen welcher vormals, wieich (In dies. Kap. z. Abs. u. w.) gesaget habe, jede Opfer,welche immer sie waren , konnten verrichtet werden ; denndie Messe ist eine Erfüllung aller alten Opfer. (/>)

Es ist also dieMcsse ein Brandopfer, das ist , ein Ver-ehrungsopfer: sie ist ein Opfer für die Sünde, das ist, einVersöhnungsvpfer: sie ist ein Danksagungsopfer: und sieist ein Friedensopfer zur Erlangung aller Gnaden.

r. Sie ist ein Brandopfer, durch welches Gott diehöchste Ehre bezeiget wird ; denn bey selber opferet sich Chri-stus ganz Gorr dem Vater, gleichwie er sich einmal amKreutze geopferet hat, und beständig im Himmel opfert. Wirkönnen auch Gott durch keine vortreflichere, und der höch-sten Majestät angenehmere Andachrsübung verehren, alswenn wir Christum , und uns mit Christo der hochheiligenDreyeinigkeit opfern.

2. Sie ist ein <!>pfer für die Sünde, ein versähenungoopfer. Man sieht dieses aus den Worten, durchwelche, wie ich schon (In dies. Th. i Abch. 4 Kap. 2Abs. und 2 Abch. 7 Kap. 7 Abs.) gemeldet habe, die-ses Opfer ist eingesetzet worden ; denn Christus redetebey desselben Einsetzung also : Dieses ist mein Leib,welcher für eucb gebrochen wird : dieser ist der Reich mei-nes Blutes, welches für viele zur Nachlassung der Sün-den

c. r 6e Nilsi 8aoris. Ouae rle inoruento sltAri» sscrillcio 6iÄLiunt boc §, Maxime illullrsntur snöboi-itste 8. ^osn. Lb.r^ 5 . inLpiü. !>ä blebr. c. 7» klom. iz. ör in 0. ro, llom. 17.

8. )osn. Lbrz'ltiK. in ?t»1. yz. 8. Au^ult. si. 10 äe Liv. v. e.20, n. s. Lr i,. 17 , c. so , n. 2.