7 Kapitel. 16 Absatz. 20z
„war worden. Ale ihn nun diese in seiner Krankheit nnter„vielen und heftigen Zähren bathen , daß er den christlichen„Glauben annehmen möchte, hat er Nichts davon reden ge-„wollt, nnd sie mit einem starken Unwillen weggeschaffet.„Sein Techterm nn vermeynete, er müsse zu dem Grade„des heiligen Ste», Harms gehen , und aldort mit allem Eifer„für selben bethen, damit ihm Gott eine gute Einsprcchung,„die selben gleich an Christum zu glauben bewegen sollte, zu,„schicken möchte. Er that dieses unter vielen Seufzern,„Zähren, und mit einem wahrlich hitzigen Andachtscifer.„Als er sich hernach hinwegbegab, nahm er etwas von den„Blumen des Altars , was ihm vorkam, und legete ihm„selbes bey der Nacht unter das Haupt, worauf der Schlaf„gefolgtt ist. Und sieh ! ehe es Tag war geworden, schrie„er, man sollte zu dem Bischöfe laufen , welcher eben da-„malS mit mir zu Hippon sich aufhielt. Da er nun ver-kommen , daß selber nicht zugegen sey, verlängere er, daß„man sollte die Priester kommen lassen. Als diese gekom-men find , bekannte er sich zum christlichen Glauben , nnd„wurde mit Verwunderung und Freude aller getanftt. So-lang er noch lebete, führete er diese Worte im Munde: O„Christe nim auf meinen Geist,weil er wohl wußte, daß„selbe der heilige Stephanus , da er von den Juden war ge-„steiniget worden, zuletzt gesprochen habe : wie dann selbe„auch seine letzte sind gewesen, indem er bald daraufgestor-ben ist.
Wie viele und wichtige Dinge findt man in dieser einzi-gen Stelle des heiligen Augustinus zur Bestättignng derGlaubenslehren der katholischen Kirche wider die Ketzer! ebenso viele und nachdrückliche Beweise sind auch bey den andernWunderwerken , welche der heilige Lehrer in eben selbem Ka-pitel beybringet. Venantius Forlunatus verwirft auch nicht.Laß man die Altäre mit Blumen ziere. (?)
L. Wie
(?) Veosnt. kortun. C. z» csrm. 9 scl Ksäe^.