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Katholische Unterweisungen nach der Weise einer Christenlehre, in welchen, was immer zu der Religionsgeschichte, und den Lehren, Sitten, Sacramenten, Gebethen, Gebräuchen, und Uebungen der Kirche gehöret, insgesammt in einem kurzen Begriffe aus den heiligen Gründen der göttlichen Schrift und Uebergabe deutlich gezeiget wird / aus der französischen Sprache in die lateinische gebracht ... von dem Verfasser und auch Uebersetzer Franciscus Amatus Pouget ... ; aus der lateinischen Sprache in die deutsche übersetzet, und ... vermehrt von einem Priester aus dem Orden des heiligen Benedictus
Entstehung
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7 Kapitel. 17 Absatz.

Lienste die alte Gestalt der Kleider bat beybehalten: zum täg-lichen Gebrauche aber ist eine neue Gattung der Kleider nachund nach aufgebracht worden : und wenn man bey der Ge-stalt der heiligen Kleider einige Veränderung hat vorgenom-men, ist sie doch eine andere gewesen als jene, die bey dentäglichen Kleidern zu geschehen pflegt. (K)

L. Gebühret sich, daß man diese alte Gestalt derKleider bey dem Gottesdienste beybehalte, und die heiligenKleider von den gemeinen unterschieden seyn ?

A. Warum nicht ? Brauchen nicht auch Sie Obrigkeiten,wann sie das Recht sprechen, und die Lehrer bey ihren Ver-richtungen in den Schulen, und die Könige, Ritter, undadeiichen Herren bey einem feyerlichen Gepränge solche Klei-der , die weit anders als die täglichen aussehen ? Wenn mannun bey dem vortrefiichsten Opfer und Verrichtung unsererReligion eben dieses thut, was solle man sich verwundern ,oder es für etwas unvernünftiges und dem christlichen Glau-ben widriges ansehen ? Haben nicht auch in dem mosaischenGeseße die Priester und Leviten bey Verrichtung des Gottes-dienstes aus Anordnung Gottes ihre eigene Kleider gehabt,die feyerlich dazu gewerhet, und von den gemeinen völlig un-terschieden waren? Diesen von den Aposteln bekommenenBrauch hat die katholische Kirche, wie solches der gelehrte-ste Cardinal Bona in seinem vortreflichen Werke von demgotteSdienstlichen Wesen, und unser Thomaffinus in demBuche von der neuen und alten Kirchenzucht zeiget, bis aufunsere Zeiten gebracht. (6) Warum diesen Brauch die Pro-testanten an mehrern Oertern aufgehoben haben, war keineandere Ursache, als weil sie fest beschlossen halten nicht nur

von

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