2k4
zTheil. -Abtheilung.
wände auf den Seiten noch über den Elenbogen ausgebrei-tet. ( 0 ) Jene alten Meßgewands, welche den ganzen Leibbedecketen , schienen deutlicher die Liebe anzuzeigen , welcheda sie in sich die andern Tugenden einschließt, bey dem Prie-ster besonders also muß sichtbar seyn, daß er Nichts als Lie-be an sich zeige.
Die Schuhe und Strümpfe, welcher sich ißt nur dieBischöfe bedienen , trugen vormals die Priester und andernAltarsdiener bey den heiligen Verrichtungen. Durch selbemögen wohl die Bischöfe dessen, was der Apostel saget, er-inneret werden , daß sie an den Füssen Schuhe haben sollenzur Vorbereitung des Evangeliums des Frieden. (Br. andie Ephes. 6 , 15.)
Der Gebrauch der Tunicell und Dalmatik ist sehr alt.Diese Kleider trugen vormals auch die Weltleure, zuerst anallen Tagen, und hernach bey den feyerlichen Geprängen ;wie man dessen noch viele Spuren findt. Von langer Zeither sind selbe unter den Kleidern der Bischöfe: und ich habe(In dies. Th. i Abth. 7 Kap. iz Abs.) schon gesagei, daßunterschiedliche Tugenden dadurch angezeiget werden. Ueberdiese Kleider nun wird das Meßgewand als ein Zeichen derLiebe, welche alle übrige Tugenden in sich einschließt, an-geleget.
Das Pallium, welches von dem Papste den Metropo-liten zugeschicket wird, zeiget die Völle der erzbischöflichenGewalt an. Von dem Alterthume und Gebrauche desselbenhaben viele vieles geschrieben, welches ich Kürze halber aus-laste. (?)
F. Sage
( 0 ) Lona Osr«j. ubi tupk-g n. 8- IVl. 6ocqlliIlot1"r3H:.
kill. lie L>. r, c. 7. (?) Oe ?ullio öc ejus u 5 u vi6e
R. L. llchonirUlrn «je vet. Ac nc»v. bwcl. «jilcipl. 2» c.örteq. O. Hieoljor.Iiulnsrt Opus pc»<lkumum 6e Lslüo , Pom.s Ooll. Op. O.^osn. Nsbillon ör sschso6c»r. kluinsrt. dlisol. 6sLrslirm Lsilium -z.rclrlspifcc)p»le in 8- Lontif. komsn. I'it. 6eksllio. ^losn. 80ns Osr6. L,. 1 k?er. I>iturx. c. 24, n. r6.
denn man findt in mehrern alte Meßgewands, weiche nur ein wenigüber die Achseln find ausgebreitet.