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7 Kapitel. 21 Absatz.
wird, ist vor den Zeiten des Pippinus und seines Sohns Ca-lvins des Grossen in Frankreich nicht eingeführet worden.Die Gebräuche dieser Meßforme, wie man es aus dem Sa-cramenlbnche deS heiligen GregoriuS des Grossen sieht, sinduralt. GregoriuS selbst hat diese Meßforme nicht aufge»bracht, sondern mit Wcglassung vieler Gebethe und Gebräu-che jene, die von dem Papste GelasiuS dem ersten ist vorge-schrieben worden , abgekürzet. Ja auch GelasiuS selbst hatnicht zuerst jene Meßforme herausgegeben, welche unter sei-nem Namen von dem gelehrtesten Thomasius ist bekannt ge-macher worden, und deren die gregorianische Meßforme einkurzer Begriff ist; sondern er hat selbe von seinen Vorfah-rern überkommen, und in eine neue Ordnung gebracht. Wirsind also versichert , daß die Meßforme, welche wir ihthaben, aus den ersten und ältesten Zeiten sey. Eben so altist die ambrosiauische Meßforme, welche ihr noch zu May-land im Brauche ist. Daß der heilige Ambrosius sich selberbedienet habe, kann man mit grosser Wahrscheinlichkeit be-haupten. Sie ist in vielen von der römischen Meßformeunterschieden, und kömim in vielen mit dieser überein. Daßaber die Gebräuche der römischen und mayländischenKirche vormals unterschieden seyn gewesen,' bezeuget selbstder heilige Augustinus. (Lpist. zü , al. 8ü sä Las. c. rz ,n. zi äc secg. A Lpist. 54 , al. n 8 »ä c. 2 , u. z )( 0 )
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