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Katholische Unterweisungen nach der Weise einer Christenlehre, in welchen, was immer zu der Religionsgeschichte, und den Lehren, Sitten, Sacramenten, Gebethen, Gebräuchen, und Uebungen der Kirche gehöret, insgesammt in einem kurzen Begriffe aus den heiligen Gründen der göttlichen Schrift und Uebergabe deutlich gezeiget wird / aus der französischen Sprache in die lateinische gebracht ... von dem Verfasser und auch Uebersetzer Franciscus Amatus Pouget ... ; aus der lateinischen Sprache in die deutsche übersetzet, und ... vermehrt von einem Priester aus dem Orden des heiligen Benedictus
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7 Kapitel. 22 Absatz. 2 Zahl.

§. Warum sprechen der Priester und die Altarsdienerwechselweise die Sündenbekemitniß, uih) hernach das GebethDer allmächtige Gott erbarme sich rc?

A. Ein jeder aus ihnen bekennet ein Sünder zu seyn, undsie bethen hernach füreinander gemäß jenen Worten des Apo-stels Jacobus : Bekennet einander eure Sünden , und be-thet füreinander, damit ihr selig werdet; denn das be-ständige Gebeth des Gerechten vermag viel. (Br. Jac. 5,i h.) Durch diese gegenseitige Bekenntniß und das Gebethfüreinander machet sowohl der Priester als das Volk sich eineHoffnung, daß sie von Gott die Nachlassung der kleinenSünden erlangen, und also mit einem reinern Herzen dasOpfer verrichten werden.

F. Warum bekennen wir in der Sündenbekenntniß nichtnur Gort, sondern auch der seligsten Jungfrau Maria, demheiligen Erzengel Michael, den Heiligen, und Brüdern dieSünden?

2t. Wir bekennen dadurch vor Gott, den Engeln, allenHeiligen , und vor der ganzen Kirche, daß wir uns sehr vier ^ler Sünden schuldig wissen. Dieses bekennen wir vor Gott,welcher durch die Sünden beleidiget, und durch die Busseversöhnet wird : vor den Heiligen , welche am Ende der Zei-ten nur Christo Richter der Welt seyn werden, und unter-dessen durch die Sünden der Menschen eben sowohl, als Gottselbst, beleidiget werden. (6) Wir bitten bey dieser Be-kenntniß die siegprangende und streitende Kirche um ihre Hil-fe , um dadurch die Nachlassung der Sunden zu erlangen :und unter den Heiligen nennen wir besonders jene, deren mäch-tigere Fürbitte bey Christo wir uns versprechen.

L. Warum schlagen wir bey den Worten , MeineSchuld! Meine Schuld! meine größte Schuld! mit derHand auf die Brust ?

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