18 z Theil. 2 Abtheilung.
V. Das Dominus vobiscum , Der Herr sey mir errch,und die Collecta, oder das Vcrsamrnlunezs.'gcbcth.
F. Warum wendet sich der Priester öfters bey der Messezu dem Volke, und spricht zu ihm diese Worte: Der Herrsey mir euch ?
A. Durch diese Worte Der Herr sey mir euch grüffet derPriester das Volk, wie ich schon (In dies. Abs. 2 Zahl.) be-saget habe, und muntert es zur Aufmerksamkeit auf. ErWender sich aber deßwegen zu selbem, wann er dieses spricht,weil man aus Eingebung der Natur das Gesicht zu jenenwenden muß, zu welchen die Rede gerichtet ist. Deßwegenwandte sich in den Kirchen , in welchen der Altar also ge-stehet war, daß das Angesicht des Priesters bey der Messeauf das Volk sah, der Priester nicht mn, wann er sprach :Der Herr sey mir euch. Also geschieht es noch ißt zu Romin einigen, Kirchen. (A)
F. Warum wendet sich der Priester nicht auch zn deinVolke bey dem Worte Oremus, lasset uns bethen, sondernspricht es mit gegen den Himmel erhobenen Augen und zusam-mengefügten Händen gegen den in einem Gefasse aufbehalte-nen Leib Christi, oder sonst gegen das Ccncifixbild ?
A. Weil der Priester durch diese Worte Lasset uns be-then sowohl sich selbst als das Volk zum Bethen aufmuntert:und deßwegen wendet er sich zu Christo, wann er diese Wor-te saget. (6)
F. Warum grüsset der Bischof bey der Messe das Volknicht mit diesen Worten : Der Herr sey mir euch, sondernsaget anstatt derselben : pax vobis, der Friede sey mit euch?
A. Diese andere Art zu grüssen haben die Bischöfe bey-behalten, und es bedienen sich derselben auch die übrigen Prie-ster, ehe sie die Hostie brechen *; denn damals sagen sie: DerFriede des Herrn sey allzeit mit euch.
F. Warum
(L) 8.^osn. OkryioK. blom. 18 in 2 sä Lorintb. in Norsl.
(8) 8. Lkryioft. kloni.2 in 2 sei Lorintk. in Uorsl.
* Nachdem sie die Hostie schon gebrochen haben, und einen Theil
der-