Buch 
Katholische Unterweisungen nach der Weise einer Christenlehre, in welchen, was immer zu der Religionsgeschichte, und den Lehren, Sitten, Sacramenten, Gebethen, Gebräuchen, und Uebungen der Kirche gehöret, insgesammt in einem kurzen Begriffe aus den heiligen Gründen der göttlichen Schrift und Uebergabe deutlich gezeiget wird / aus der französischen Sprache in die lateinische gebracht ... von dem Verfasser und auch Uebersetzer Franciscus Amatus Pouget ... ; aus der lateinischen Sprache in die deutsche übersetzet, und ... vermehrt von einem Priester aus dem Orden des heiligen Benedictus
Entstehung
JPEG-Download
 

64

Z Theil. 2 Abtheilung.

2! Dieses wird aus einem uralten Brauche sowohl beyden griechischen als lateinischen Meßformen beobachtet, daßxi. :gc (Gebethe mir leiser , einige mit lauter Summe gespro-chen werden. Man muß auch deßwegen nicht meynen, alswolle oje Kirche jene; die Gläubigen nicht wissen lassen , wasin diesui Gebethen -«theilten ist; denn sie befiehlt den Pfar-re;« sowohl diese als auch die andern Meßgeberhe dem christ-lichen Volke z',i erklären : sondern sie will durch diesen Brauchentweder das Stillschweigen, mit welchem Christus die grau-samsten Peinen hat ausgestanden , da er sich stillschweigendals ein VersöhnnngSopfer für unsere Sünden darsiellete, an,zeigen mir mit gebührender Ehre voryellen : (l)) oder sieNleyaet, büß durch dieses Stillschweigen eine grössere Ehr-erbietigkeit und Aufmerksamkeit bey den Anwesenden erwecketwerde, mann der Priester allein besonders für das Volk be-the: , ab m wie beyden jüdischen Opfern der Priester, wanner für das Volk bethen wollte, allein in das Heiligthmnhincingiena. ^

Daß ans einem alten Brauche der Canon der Messe mitleiser Stimme sey gesprochen worden, nimmt man fürwahraus dem ab , weil der Chor, wann der Priester das Gebethdes Canons allein verrichtete, unterdessen in vielen Kirchen !!einige Psalme sang, wie mau dieses aus vielen alten Meß- lordmmgcn sieht, welche bey dem Edmundus Martene ( 1 ^. '

i (ie anticz. b^cci. Rit. c 4, nick. 12.) können gelesen -werden.

L. Warum singt der Priester, nachdem er mit leiser !Stimme das stille Gebeth gesprochen hat, mit lauter Skim- -me : In alle Ewigkeit? !

2l. Damit das Volk zu dem mit leiser Stimme verrich- ^rettn Gebeths seine Einwilligung gebe durch die AntwortAmen. 1

Denn man pflegt alle Kirchengebelhe also zu beschließen :Durch unsern Herrn Jesum Christum deinen Sohn, wel-cher ,

( 0 ) I). inlivesnt. ?sp. III. U^üer. K-'. b>. 2, c. Z4, 55 ^

L 6s. üc C,. Z » c. i. ^