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Z Theil. 2 Abtheilung.
2! Dieses wird aus einem uralten Brauche sowohl beyden griechischen als lateinischen Meßformen beobachtet, daßxi. :gc (Gebethe mir leiser , einige mit lauter Summe gespro-chen werden. Man muß auch deßwegen nicht meynen, alswolle oje Kirche jene; die Gläubigen nicht wissen lassen , wasin diesui Gebethen -«theilten ist; denn sie befiehlt den Pfar-re;« sowohl diese als auch die andern Meßgeberhe dem christ-lichen Volke z',i erklären : sondern sie will durch diesen Brauchentweder das Stillschweigen, mit welchem Christus die grau-samsten Peinen hat ausgestanden , da er sich stillschweigendals ein VersöhnnngSopfer für unsere Sünden darsiellete, an,zeigen mir mit gebührender Ehre voryellen : (l)) oder sieNleyaet, büß durch dieses Stillschweigen eine grössere Ehr-erbietigkeit und Aufmerksamkeit bey den Anwesenden erwecketwerde, mann der Priester allein besonders für das Volk be-the: , ab m wie beyden jüdischen Opfern der Priester, wanner für das Volk bethen wollte, allein in das Heiligthmnhincingiena. ^
Daß ans einem alten Brauche der Canon der Messe mitleiser Stimme sey gesprochen worden, nimmt man fürwahraus dem ab , weil der Chor, wann der Priester das Gebethdes Canons allein verrichtete, unterdessen in vielen Kirchen !!einige Psalme sang, wie mau dieses aus vielen alten Meß- lordmmgcn sieht, welche bey dem Edmundus Martene ( 1 ^. '
i (ie anticz. b^cci. Rit. c 4, nick. 12.) können gelesen -werden.
L. Warum singt der Priester, nachdem er mit leiser !Stimme das stille Gebeth gesprochen hat, mit lauter Skim- -me : In alle Ewigkeit? !
2l. Damit das Volk zu dem mit leiser Stimme verrich- ^rettn Gebeths seine Einwilligung gebe durch die AntwortAmen. 1
Denn man pflegt alle Kirchengebelhe also zu beschließen :Durch unsern Herrn Jesum Christum deinen Sohn, wel-cher ,
( 0 ) I). inlivesnt. ?sp. III. U^üer. K-UÜ'. b>. 2, c. Z4, 55 ^
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