Buch 
Katholische Unterweisungen nach der Weise einer Christenlehre, in welchen, was immer zu der Religionsgeschichte, und den Lehren, Sitten, Sacramenten, Gebethen, Gebräuchen, und Uebungen der Kirche gehöret, insgesammt in einem kurzen Begriffe aus den heiligen Gründen der göttlichen Schrift und Uebergabe deutlich gezeiget wird / aus der französischen Sprache in die lateinische gebracht ... von dem Verfasser und auch Uebersetzer Franciscus Amatus Pouget ... ; aus der lateinischen Sprache in die deutsche übersetzet, und ... vermehrt von einem Priester aus dem Orden des heiligen Benedictus
Entstehung
JPEG-Download
 

2t0

3 Theil, r Abtheilung.

Da senket der Priester die Osterkerze, welche ich ein Vor-bild des nach dem Tode wiederum lebenden Christi zu seynschon (Im 2 Th. 4Abkh. 2 Kap. r i Abs.) gemeldet habe,ein wenig in das Wasser, und spricht:

Die Rraft des heiligen Geistes komme herab in die-ses angefüllete Wassergefäß.

Hernach hebt er die Kerze aus dem Wasser heraus , sen-ket sie wiederum tiefer hinein, und spricht mit höherer Stim-me :

Die Rraft des heiligen Geistes komme herab in die-ses angefüllete Wassergefäß.

Nach diesem hebt er die Kerze wiederum aus dem Was-ser heraus , senket sie zum drittenmal bis auf den Grund hin-ein , und wiederholet mit noch höherer Stimme:

Die Rraft des heiligen Geistes komme herab in die-ses angefüllete Wassergefäß.

Wann er dieses gesprochen hat, hauchet er dreymal überdas Wasser in Gestalt des griechischen Buchstaben v , undfährt fort:

Und gebe dem ganzen Wesen dieses Wassers die Rraftrviederzugebäheen.

Gleich darauf wird die Kerze aus dem Wasser herausge-hoben , und der Priester fährt fort:

Da solle die Unreinigkeil aller Sünden vertilget, dadie Natur, welche nach deinem Ebenbilde erschaffen, unszur Ehre ihres Ursprunges wiederum ist gebracht worden,von allem alten wüste gerciniget werden , damit ein je-der Mensch, welcher zu diesem Gacramentc der wieder-burt gekommen ist, als ein neues und wahrlich unschul-diges Rind wiederum gebohren werde. Durch unsernHerrn rc.

Hernach besprengen die herumstehenden Priester mit demalso gesegneten) Wasser das Volk, und einer aus den Kir-chendienern nimmt in einem Geschirre etwas von diesem Was-ser , um selbes in den Häusern und andern Orten auszuspri-tzen. Es können auch die Gläubigen dieses Wasser zu Häu-ft